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Der CEO und Präsident der Formel 1, Stefano Domenicali, hat eine klare Vorgabe gemacht: Der Sport muss sich noch in diesem Kalenderjahr auf die künftigen Antriebsreglements einigen. Da der technische Zyklus für 2026 bereits in vollem Gange ist, betont Domenicali die Notwendigkeit einer proaktiven Planung, um nicht aufgrund der berüchtigt langen Entwicklungszeiten des Sports in die Enge getrieben zu werden.
Die Diskussion über einen Wechsel zu leichteren, einfacheren Antriebseinheiten wurde ursprünglich von FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem angestoßen. Während die Beteiligten diese Gespräche zunächst pausierten, um den vollen Fokus auf die komplexe Einführung des Reglements 2026 zu legen – und um die erheblichen Investitionen von Herstellern wie Audi und Honda zu würdigen –, ist Domenicali der Ansicht, dass nun der Zeitpunkt für eine Entscheidung gekommen ist.
„Wir dürfen nicht zu viel Zeit verlieren, denn die Zeit vergeht so schnell“, erklärte Domenicali. „Wir müssen robust genug sein, um nicht in die Enge getrieben zu werden; wir müssen so schnell wie möglich entscheiden.“
Jede mögliche Änderung des Reglements muss sich in dem sensiblen Umfeld der Herstellerinvestitionen bewegen. Auf die Frage nach der Möglichkeit, ein neues Reglement auf 2030 vorzuziehen – ein Schritt, der eine qualifizierte Mehrheit unter den Antriebsherstellern erfordern würde –, betonte Domenicali, wie wichtig es sei, die aktuellen OEMs zu respektieren.
„In diesem Moment ist es etwas Unglaubliches, einen Hersteller zu haben, der in die Formel 1 investiert, und das verdient unseren vollen Respekt“, merkte er an. „Denn in diesem Kontext darf man das nicht als selbstverständlich ansehen.“
Die aktuellen Governance-Vereinbarungen laufen Ende 2030 aus. Laut Domenicali besteht der Weg nach vorne in einer engen Zusammenarbeit mit der FIA, um das nächste Reglement festzulegen, wobei die Frage, ob diese Änderungen vorgezogen werden sollen, ein zentraler Bestandteil der kommenden Diskussionen bleibt.

Im Fahrerlager wächst der Konsens, dass die Zukunft der F1 ab 2031 in Richtung eines Reglements gehen könnte, das an die Ära vor 2014 erinnert: mit mehr Zylindern und einer vereinfachten Hybridkomponente. Dieser Wandel wird durch einen breiteren Branchentrend unterstützt, da Regierungen und OEMs ihre Strategien in Bezug auf Elektrofahrzeuge anpassen, was durch die Einführung fortschrittlicher nachhaltiger Kraftstoffe in der F1 zusätzlich gestärkt wird.
Domenicali ist ein lautstarker Befürworter der Vision der FIA, das Gewicht und die Komplexität der Autos zu reduzieren. Er argumentiert, dass solche Änderungen dem Rennspektakel, dem Fahrvergnügen und den Kosten für die Hersteller zugutekommen würden.

„Ich persönlich sehe definitiv... eine Art nachhaltigen Kraftstoff als Herzstück der Zukunft, mit einer anderen Balance zwischen der Elektrifizierung und einem starken Verbrennungsmotor“, erklärte Domenicali. „Denn das ist Motorsport. Es wird ermöglichen, eine Menge Kilos einzusparen und echtes Racing zu bieten – mit leichteren, kleineren Autos, die man wirklich bis ans Limit pushen kann.“
Obwohl er anerkennt, dass das aktuelle Racing stark ist, konzentriert sich der F1-CEO weiterhin auf die technischen Herausforderungen, die das aktuelle Gewicht der Autos mit sich bringt. „Die Batterie hat viele Dinge mit sich gebracht, die man bei der Konstruktion eines Autos berücksichtigen muss“, sagte er. „Das sind also die Dinge, die wir verarbeiten und auf die wir reagieren müssen.“

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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