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Edoardo Mortara verschaffte Mahindra Racing vor der vorletzten Runde des London E-Prix 2026 den denkbar stärksten Schub. Mit einer Zeit von 1:07,284 Minuten setzte er sich im zweiten freien Training an die Spitze. Das Ergebnis fiel in der entscheidenden 40-minütigen Session und festigte Mahindras Position an der Spitze nach einem ereignisreichen Vormittag auf der Strecke.
Porsches Pascal Wehrlein und Nico Müller folgten auf den Plätzen zwei und drei. DS Penskes Taylor Barnard und Mitch Evans im Jaguar komplettierten die Top fünf. Wehrlein und Müller fehlten jeweils fast drei Zehntelsekunden auf die Bestmarke – ein Hinweis darauf, wie viel Tempo Mortara in den letzten Qualifying-Simulationen aus seinem Mahindra herausholte.
Das Ergebnis setzt zugleich den starken Jaguar-Auftakt an diesem Wochenende fort. Evans hatte, wie wir in unserem Bericht über seine Leistung im ersten Training berichteten, bereits FP1 angeführt und war auch in der Anfangsphase von FP2 weit vorn zu finden. Zunächst war es jedoch Jake Dennis, der das Tempo vorgab – obwohl er erneut Bedenken wegen langsamerer Fahrzeuge äußerte.
Die niedrigeren Temperaturen am Samstagmorgen stellten die Fahrer bei der Anpassung an die Bedingungen vor eine zusätzliche Herausforderung. Lucas di Grassi von Lola verbremste sich in Kurve 10 und entging nur knapp der Streckenbegrenzung. Nissans Oliver Rowland schlug in Kurve 9 innen in die Barriere ein. Er meldete seiner Boxenmauer eine beschädigte Lenkung und kehrte nach den Reparaturen auf die Strecke zurück.
Nach 15 Minuten lag Dennis weiterhin vor Wehrlein und Mortara. Danach wechselte die Reihenfolge immer wieder. Das DS-Penske-Duo Barnard und Maximilian Günther rückte zwischenzeitlich nach vorn, während Jean-Éric Vergne Citroën auf Rang drei brachte. Kurz darauf übernahm Mortara die Kontrolle. Zunächst lag er fast vier Zehntel vorn, bevor er die Bestmarke trotz Verkehr am Ende seiner Runde weiter verbesserte.
Mehrere brenzlige Situationen erhöhten die Spannung. Rowland musste auf der Start-Ziel-Geraden Müller ausweichen, woraufhin der Porsche-Pilot die Schwarz-Weiß-Flagge gezeigt bekam. Envisions Joel Eriksson und Pepe Martí von Cupra Kiro entgingen in der letzten Kurve ebenfalls nur knapp einer Kollision. Wehrlein und Felipe Drugovich berührten sich zudem auf dem Weg in Kurve 10.
Mit seiner ersten schnellen Runde schob sich Barnard kurz vor der Zielflagge auf Rang vier. Mortaras Sieg in FP2 verschafft Mahindra nun wertvollen Rückenwind. Seine vier Polepositions in dieser Saison sind eine zusätzliche Ermutigung im Kampf darum, in London im Titelrennen zu bleiben.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.