Ferrari stärkt Vasseur den Rücken trotz Horner-Spekulationen

Ferrari hat seine Unterstützung für Teamchef Fred Vasseur bekräftigt und klargestellt, dass die Entscheidung feststeht – während die Spekulationen über einen möglichen Wechsel von Christian Horner nach Maranello zunehmen.
Horner bezeichnete Ferrari vergangene Woche in einem Interview mit The Times als seinen „Traumjob“. Er sagte, es sei das einzige Team im Starterfeld, dem er als Angestellter beitreten würde, statt eine Rolle in der Eigentümerstruktur anzustreben – eine Präferenz, die er seit seinem Abschied von Red Bull im Juli 2025 deutlich gemacht hat.
Nach dem Großen Preis von Aserbaidschan reagierte Vasseur auf die Berichte und sagte, er habe „den besten Job der Welt“. RacingNews365 berichtete jedoch, es habe Gespräche darüber gegeben, wie ein möglicher Abschied Vasseurs nach dem Ende der laufenden Saison gehandhabt werden könnte. Die jüngsten Spekulationen über Vasseur und Horner haben Ferrari nun dazu veranlasst, seine Unterstützung ausdrücklich zu bekräftigen.
Ferrari bezieht klar Stellung
Vor dem Großen Preis von Bahrain, der an diesem Wochenende in Malaysia stattfindet, setzte Ferrari kurzfristig eine Pressekonferenz an, um auf die Berichte einzugehen. Kommunikationschefin Maria Conti sagte, das Team wolle verhindern, dass Spekulationen über die Führung die Vorbereitung überschatten.
„In den vergangenen Tagen gab es zunehmend Spekulationen über Ferrari, insbesondere mit Blick auf die Führung des Teams“, sagte Conti. „Ferraris Position ist klar und hat sich nicht geändert. Ferrari hat seine Entscheidungen bereits getroffen, und wir haben Vertrauen – volles Vertrauen – in Fred Vasseur und sein Team.“
Conti betonte, dass für Ferrari zunächst Zusammenhalt und die anstehenden Aufgaben im Vordergrund stünden. Das Team wolle keine Vermutungen befeuern, die von außerhalb des Unternehmens kämen. Das Interesse an Ferrari zeige vielmehr, wie stark die Marke sei und dass viele Fachleute gerne für das Team arbeiten würden.
Der Blick richtet sich wieder auf das Rennen
Die Kommunikationschefin sagte, Ferrari wolle, dass es am bevorstehenden Rennwochenende um die Leistung, das Team und seine Führung gehe – nicht um „Klatsch und Spekulationen“. Außerdem verwies sie auf den erklärten Blick des Teams nach vorn: Bescheidenheit und die Konzentration auf das Kommende gehörten zum Selbstverständnis von Ferrari.
Auf die Frage, warum Vorstandsvorsitzender John Elkann und Vorstandsvorsitzender Bernadetto Vigna Vasseur nicht öffentlich den Rücken gestärkt hätten, sagte Conti, beide hätten Vertrauen in den Teamchef. Ferrari habe sich bereits „entschieden“, ergänzte sie – für Vasseur.
Mit dieser Stellungnahme spricht Ferrari Vasseur öffentlich und unmissverständlich seine Unterstützung aus. Zugleich macht das Team deutlich, dass seine Führungsfrage intern nicht zur Debatte steht. Ferrari will die Aufmerksamkeit auf die Arbeit und das bevorstehende Rennen lenken.
