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GPDA-Vorsitzender Alexander Wurz hat enthüllt, dass die Formel-1-Fahrer intensiv über mögliche Änderungen am kommenden technischen Reglement diskutieren. In ihrer seit Jahren bestehenden WhatsApp-Gruppe „geht es derzeit richtig rund“.
Während der April-Pause sind Gespräche zwischen der Formel 1, der FIA, den Fahrern, den Teams und den Motorenherstellern angesetzt. Dabei sollen mögliche Anpassungen an den Anforderungen des Energiemanagements der neuen Power Units erörtert werden, nachdem es in den ersten drei Rennen zu mehreren Problemen gekommen war.
Vor diesem Hintergrund sind die Fahrer laut Wurz alles andere als passive Beobachter.
Im Podcast Lift and Roast sprach Wurz von einem ungewöhnlich hohen Maß an Engagement in der privaten Chatgruppe, die ursprünglich 2015 oder 2016 ins Leben gerufen wurde.
„In dieser berühmten WhatsApp-Gruppe, die wir 2015 oder 2016 gegründet haben, geht es gerade richtig ab, sie explodiert förmlich“, sagte Wurz.
„Ich habe sie selten so aktiv erlebt. Die Gruppe ist voller Emotionen, möglicher Lösungen, technischer Vorschläge und Ideen, wie wir alle davon überzeugen können, dass man auf die Fahrer hören sollte.“
Die rege Aktivität unterstreicht, wie ernst die Fahrer die aktuelle Debatte nehmen – insbesondere jetzt, da es darum geht, den Rahmen für die nächste Ära des Sports weiter auszugestalten.
Wurz stellte jedoch klar, dass die Vertraulichkeit dieser Gespräche gewahrt bleibt.
„Natürlich kann ich davon nichts teilen – und das werde ich auch nicht. Ich überschreite meine Rolle als GPDA-Direktor keinesfalls. Was dort besprochen wird, bleibt dort.“
Ferrari-Pilot Carlos Sainz, der ebenfalls als Direktor im Fahrerverband tätig ist, äußerte sich nach Oliver Bearmans schwerem Unfall beim Großen Preis von Japan besonders deutlich. Sainz betonte, dass die FIA das Feedback und die Einschätzungen der Fahrer bei der Überarbeitung des Reglements sorgfältig berücksichtigen müsse.
Wurz’ Einschätzung deutet darauf hin, dass diese Haltung im gesamten Fahrerlager geteilt wird.
„Das Schöne daran – und mein Fazit – ist: Die Fahrer sind so emotional und so sehr am Produkt interessiert, dass Politik für sie eigentlich keine Rolle spielt.“
Mit Blick auf die bevorstehenden offiziellen Gespräche ist die Botschaft der GPDA-Führung klar: Die Fahrer sind engagiert, organisiert und fest entschlossen, dass ihre Stimmen bei der Gestaltung des nächsten Reglement-Kapitels in der Formel 1 Gewicht haben.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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