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Charles Leclerc und Lewis Hamilton setzten zum Auftakt des Rennwochenendes beim Großen Preis von Italien ein deutliches Ausrufezeichen und sicherten der Scuderia Ferrari im ersten Freien Training einen Doppelsieg. Leclerc setzte sich an die Spitze der Zeitenliste vor seinem Teamkollegen – ein Traumstart für die Roten bei ihrem Heimspiel und ein deutlicher Warnschuss an die Konkurrenz in der Formel 1.
George Russell steuerte seinen Mercedes auf den dritten Platz, gefolgt von Liam Lawson und Kimi Antonelli. Lando Norris, der das Feld in der Anfangsphase noch angeführt hatte, fiel letztlich auf Rang sechs zurück und landete dabei knapp ein Zehntel vor Arvid Lindblad im schnellsten Racing-Bulls-Boliden.
Gabriel Bortoleto knüpfte an seine starke Form der vergangenen Wochen an und belegte im Audi den achten Rang. Das Alpine-Duo Franco Colapinto und Paul Aron komplettierte die Top 10, wobei Aron in dieser Session Pierre Gasly ersetzte. Gaslys Pause war den FIA-Regularien für Nachwuchsfahrer geschuldet; das Wochenende hatte für den Franzosen allerdings ohnehin mit einem Dämpfer begonnen, da ihm sein Podiumsplatz vom Großen Preis von Monaco aberkannt wurde. Erfahren Sie mehr über die FIA-Entscheidung zu Pierre Gasly.

Die erste Trainingsstunde im königlichen Park verlief über weite Strecken ruhig, auch wenn einige Piloten kleine Schreckmomente erlebten – darunter Leclerc und Fernando Alonso. Die einzige größere Unterbrechung folgte nach rund 20 Minuten, als der Cadillac von Colton Herta mit Verdacht auf ein Hydraulikproblem auf der Strecke stehen blieb. Herta hatte bereits am Vormittag im Formel-2-Training einen schweren Unfall erlitten, und sein Ausfall im F1-Boliden löste eine rote Flagge aus.
Vor der Unterbrechung hatte Norris das Feld angeführt, doch im weiteren Verlauf der Session übernahm Ferrari das Kommando. Leclercs Rundenzeit reichte souverän für Platz eins, während Hamilton den Doppelerfolg für das Traditionsteam perfekt machte.
Auch Lawson wusste erneut zu überzeugen. Der Neuseeländer hielt sich nahezu über die gesamte Stunde in den Top fünf und wirkte bei seinem erst zweiten Einsatz im RB22 sichtlich vertraut mit dem Fahrzeug – ein vielversprechender Start in sein Monza-Wochenende.
Max Verstappen verzichtete auf die Teilnahme am ersten Freien Training und überließ Ayumu Iwasa das Steuer des zweiten Red Bull. Der Japaner sortierte sich auf Rang 17 ein – hinter den schnellsten Nachwuchsfahrern Aron auf Rang 10 und Luke Browning, der für Williams den 15. Platz belegte.
Auch wenn die Zeiten des Freitagmorgens nur eine erste Standortbestimmung darstellen, hätte der Auftakt beim Heimrennen für die Scuderia kaum dominanter ausfallen können. Leclerc und Hamilton gehen mit Rückenwind in die verbleibenden Tage, während die Konkurrenz nun Antworten auf Ferraris Tempo finden muss.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.