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Ferrari: Untersuchung nach Hamiltons Bremsdefekt in Madrid

Ferrari untersucht den Bremsdefekt von Lewis Hamilton in Madrid. Charles Leclerc betrieb derweil mit einer harten Reifenstrategie Schadensbegrenzung.

Ferrari: Untersuchung nach Hamiltons Bremsdefekt in Madrid
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Ferrari hat eine umfassende Untersuchung des Defekts an der Bremsanlage angekündigt, der Lewis Hamilton beim Großen Preis von Spanien auf dem Madring nach nur sechs Runden zur Aufgabe zwang.

Hamilton war von Platz vier ins Rennen gegangen und reiste mit einer beeindruckenden Serie an, bei der er in jedem Saisonrennen Punkte geholt hatte. Dieser Lauf fand jedoch ein abruptes Ende, als das Bremspedal beim Anbremsen von Kurve 5 durchsackte. Dadurch trug der Brite zu viel Schwung in die Kurve und touchierte leicht die Streckenbegrenzung.

Der siebenfache Formel-1-Weltmeister berichtete, dass sich das Pedal anschließend wieder normal anfühlte, bevor es wenige Kurven später erneut nachgab. Ferrari versuchte noch, das Problem vom Kommandostand aus in den Griff zu bekommen, doch als der Defekt erneut auftrat, blieb dem Team keine andere Wahl, als das Auto abzustellen.

Ferrari-Teamchef Fred Vasseur erklärte, dass die genaue Ursache derzeit noch unklar sei.

„Zum jetzigen Zeitpunkt wissen wir noch nicht genau, was den Defekt am Bremssystem ausgelöst hat, der ihn zur Aufgabe zwang“, sagte Vasseur den Medienvertretern nach dem Rennen. „Aber wir werden der Sache gründlich auf den Grund gehen.“

Er ergänzte: „Das Pedal fiel durch. Wir haben von der Boxenmauer aus versucht, das Problem zu beheben, aber dann trat es erneut auf.“

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Ein langes oder durchsackendes Bremspedal deutet üblicherweise auf einen Verlust des hydraulischen Drucks hin. Ferrari kämpfte in dieser Saison bereits wiederholt mit Unstimmigkeiten beim Bremsgefühl, wenngleich das Team bisher nicht bestätigen kann, ob diese Vorkommnisse mit dem Ausfall auf dem Madring zusammenhängen. Diese Ungewissheit macht die Analyse umso dringlicher, da Hamiltons Ausfall eine heikle Zuverlässigkeitsschwäche in einer kritischen Saisonphase schonungslos offengelegt hat.

Leclerc betreibt Schadensbegrenzung für Ferrari

Charles Leclerc rettete das Wochenende für die Scuderia zumindest teilweise und überquerte die Ziellinie als Vierter – 29,116 Sekunden hinter Rennsieger Kimi Antonelli und hauchdünne 0,713 Sekunden vor George Russell.

Ferrari wählte bei der Bereifung eine geteilte Strategie: Ein Bolide startete auf den weichen, der andere auf den harten Pneus. Leclercs erster Stint entwickelte sich dabei zum zentralen taktischen Schachzug: Er fuhr fast 50 Runden lang auf der harten Mischung und hielt dabei eine konkurrenzfähige Pace.

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Diese Entscheidung basierte auf der Spekulation über eine Safety-Car-Phase oder eine Rennunterbrechung mit roter Flagge. Wie Vasseur darlegte, hätte eine rote Flagge die Chance eröffnet, um den Sieg mitzukämpfen, während ein spätes Safety Car womöglich Rang drei eingebracht hätte. Zwar blieb jede Neutralisierung aus, doch Ferrari hielt das Risiko für vertretbar – und Leclerc setzte den Plan souverän um. Nähere Hintergründe dazu liefert die Rennstrategie-Analyse zum Spanien-Grand-Prix.

In der Fahrer-Weltmeisterschaft belegt Hamilton mit 191 Punkten weiterhin Rang drei, während Leclerc mit 167 Zählern auf Platz fünf folgt. Der Fokus von Ferrari richtet sich nun auf das nächste Rennen in Aserbaidschan am Samstag, den 26. September. Bis dahin dürfte die Ursachenforschung zu Hamiltons Bremsdefekt für die Ingenieure in Maranello oberste Priorität haben.

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