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Die ersten vier Läufe der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft 2026 haben eine Wettbewerbsvielfalt hervorgebracht, die es in der aktuellen Hypercar-/LMGT3-Ära noch nie gegeben hat. Vier verschiedene Fahrzeuge siegten in der Gesamtwertung: der Toyota #8 in Imola, der BMW #20 in Spa-Francorchamps, der Toyota #7 in Le Mans und der BMW #15 in Interlagos.
In der LMGT3 zeigt sich dasselbe Bild. Der BMW #69 von Team WRT gewann in Imola, der McLaren #10 von Garage 59 in Spa, die Corvette #33 von TF Sport in Le Mans und die Corvette #34 von Racing Team Turkey by TF in Interlagos. Damit gab es acht verschiedene Sieger in den ersten vier Rennen – ein beispielloser Wert für die moderne Meisterschaft.

Auch der frühe Titelkampf verläuft äußerst wechselhaft. Drei verschiedene Crews – der Toyota #8, der BMW #20 und der Toyota #7 – führten die Weltmeisterschaftswertung in den ersten vier Läufen an. Aktuell liegen Robin Frijns und René Rast im BMW #20 punktgleich mit Toyotas #7-Trio aus Mike Conway, Kamui Kobayashi und Nyck de Vries. Bei den beiden bisherigen Gelegenheiten, als die Spitze der Gesamtwertung ebenfalls punktgleich war – in Fuji 2019 und 2022 –, holte die führende Crew anschließend den Titel.
Der Autódromo José Carlos Pace in São Paulo ist die erste Strecke in der Geschichte der FIA WEC, auf der es bei fünf aufeinanderfolgenden Austragungen fünf verschiedene Gesamtsieger gab: Audi 2013, Porsche 2014, Toyota 2024, Cadillac 2025 und BMW 2026.
Das Sechsstundenrennen brachte außerdem mit 8.015 absolvierten Runden einen Rekord. Sieben verschiedene Hypercars lagen dabei an der Spitze – mehr als bei jedem anderen Lauf in dieser Saison. Dazu gehörte auch der Genesis #17, der erstmals eine Phase lang das Rennen anführte.
Spa bildete den deutlichsten Gegensatz bei der Renngestaltung. Der meisterschaftsführende BMW #20 lag 62,9 Prozent der Renndistanz an der Spitze, während der siegreiche McLaren #10 keine einzige Runde führte – ein Novum in der LMGT3. Vier der acht Saisonsiege in beiden Klassen gingen von außerhalb der Top Ten aus. Die durchschnittliche Startposition der Sieger lag im Hypercar bei 7,75 und in der LMGT3 bei 11,5.

Die Statistiken unterstreichen zudem die Leistungsdichte im Feld. Zehn Fahrer feierten ihren ersten Sieg in der Serie, während vier Hypercar-Marken und sechs LMGT3-Hersteller das Podium erreichten. Die zunehmende Crossover-Anziehungskraft der WEC zeigt sich auch am wachsenden Kreis von Fahrern, die mittlerweile in mehreren bedeutenden Kategorien erfolgreich antreten.
Der LMGT3-Fluch der Poleposition hält an: Seit mehr als einem Jahr konnte kein Polesetter der Klasse seine Qualifying-Leistung in einen Podestplatz ummünzen. Das beste Ergebnis von der Poleposition war 2026 bislang Rang 13. Gleichzeitig wurden in Le Mans Spitzengeschwindigkeiten von 351,8 km/h im Hypercar und 304,5 km/h in der LMGT3 erreicht. Damit bestätigt sich eine Saison, die nicht nur von bemerkenswerter Ausgeglichenheit, sondern auch von zahlreichen Rekorden geprägt ist.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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