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Die neue Ära der Formel 1 hat sofort Wirkung gezeigt. Nach elf Rennen – von Australien Anfang März bis zum Großen Preis von Ungarn am vergangenen Wochenende – verbindet der Sport grundlegend überarbeitete Regeln, neue Teams und Debütanten am Steuer mit einem kräftigen Anstieg des Zuschauerinteresses.
Bislang war jedes Event ausverkauft. Knapp 3,7 Millionen Fans besuchten 2026 die Rennwochenenden – verglichen mit 3,4 Millionen bei denselben Rennen im Vorjahr. Das entspricht einem Anstieg von 6 Prozent gegenüber 2025.
An fünf Rennstrecken wurden neue Besucherrekorde aufgestellt: Australien mit 484.000 Zuschauern, Kanada mit 360.000, Österreich mit 320.000, Silverstone mit 564.000 und Belgien mit 400.000. Zudem stieg die Besucherzahl beim Großen Preis von Japan um 18 Prozent, beim Großen Preis von Großbritannien um 13 Prozent und in Österreich um 7 Prozent.

Das stärkste TV-Wachstum wurde in wichtigen strategischen Märkten erzielt. In Brasilien erreichten die Zuschauerzahlen an Rennwochenenden bis zu das Fünffache des Niveaus von 2025. Der Große Preis von Großbritannien kam bei TV Globo und SportTV3 auf eine Rekordreichweite von 18 Millionen Zuschauern – das größte Publikum in einem einzelnen Markt für ein Formel-1-Rennen weltweit seit 2020.
In Italien liegen die Zuschauerzahlen bis einschließlich des Großen Preises von Großbritannien um 27 Prozent höher. Die Rennen in Japan und Belgien erzielten dort jeweils die höchsten Zuschauerzahlen seit 2017 beziehungsweise 2019. In China hat sich das Publikum des Großen Preises von China im Jahresvergleich mehr als verdoppelt. Weltweit erreichte der Große Preis von Monaco fast 80 Millionen Zuschauer – ein zweistelliges Wachstum gegenüber 2025.
Auch die Partnerschaft der Formel 1 mit Apple wird ausgebaut. Dazu gehört die erste gemeinsame Liveübertragung mit Netflix beim Großen Preis von Kanada – neben Drive to Survive.
Die Formel 1 hat inzwischen mehr als 125 Millionen Follower in den sozialen Netzwerken, 19 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Social-Media-Impressionen stieg um 12 Prozent, die Videoabrufe legten um 54 Prozent zu. Die LEGO-Aktivierung bei der Fahrerparade in Silverstone generierte 70 Millionen Aufrufe. F1.com und die F1-App verzeichneten dank zusätzlicher Videoinhalte sieben Millionen weitere Stunden Wiedergabezeit.

Mehr als 830 Millionen Menschen verfolgen inzwischen die Formel 1 – 64 Prozent mehr als 2018. Frauen stellen 42 Prozent des Publikums und drei Viertel der neuen Fans. 43 Prozent der gesamten Fangemeinde sind jünger als 35 Jahre.
Auch die F1-Sim-Racing-Weltmeisterschaft 2026 ist deutlich gewachsen. Fast 13 Millionen Zuschauer verfolgten die Übertragungen live – 72 Prozent mehr als 2025. Hinzu kommen bislang 269 Millionen Aufrufe in den sozialen Medien.

Das Interesse der Austragungsstädte bleibt groß. Vereinbarungen bestehen unter anderem für Istanbul Park, Las Vegas, Barcelona, Spa-Francorchamps und Portimão. Einen aktuellen Blick auf den Großen Preis von Ungarn bietet der Bericht über Norris’ Sieg und das McLaren-Drama.
Die Formel 1 erklärt, weiterhin auf Kurs zum Ziel Netto-Null-Emissionen bis 2030 zu sein. Gegenüber dem Referenzjahr 2018 wurde der CO₂-Fußabdruck bereits um 35 Prozent reduziert. Die Emissionen von Fabriken und Anlagen sanken um 64 Prozent, die Logistikemissionen um 29 Prozent und die Emissionen aus dem Veranstaltungsbetrieb um 6 Prozent.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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