Fortescue Zero übernimmt Penske: Gen4-Einstieg mit Jaguar-Power

Fortescue Zero steht vor einem historischen Meilenstein: Als erstes Team in australischem Besitz geht die Mannschaft zur Saison 2026/27 in der Formel E an den Start, nachdem eine Einigung über die Übernahme von Penske Autosport erzielt wurde.
Der Elektrifizierungszweig des australischen Bergbaukonzerns hat den Rennstall von Penske erworben und wird künftig als Kundenteam mit dem Gen4-Antriebsstrang von Jaguar antreten. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der offiziellen Genehmigung durch die FIA sowie den Serienpromoter Formula E Operations (FEO).
Durch diese Übernahme wächst die Präsenz von Jaguars Antriebstechnologie im Starterfeld auf insgesamt sechs Fahrzeuge an. Zu den zwei Boliden von Fortescue Zero gesellen sich die vier Autos des Jaguar-Werksteams sowie von Paysafe Envision. Fortescue Zero pflegt bereits eine enge technische Partnerschaft mit Jaguar und ist der Formel E seit den Anfangsjahren verbunden – unter anderem als offizieller Ausrüster für das Pit-Boost-System in den vergangenen zwei Saisons. Die ingenieurtechnischen Wurzeln des Unternehmens reichen bis zu Williams Advanced Engineering zurück, bevor der Fokus auf Hochleistungs-Elektrifizierungstechnologien für die Schwerindustrie und kommerzielle Elektrofahrzeuge ausgeweitet wurde.
Vom Technologiepartner zum Werkseinschreibung
Gus Pichot, CEO von Fortescue Growth and Energy, betonte, dass der Schritt zum vollständigen Teambesitzer eine logische Weiterentwicklung für das Unternehmen darstelle.
„Seit mehr als einem Jahrzehnt ist Fortescue Zero der Vordenker hinter bahnbrechenden Technologien, die den elektrischen Rennsport antreiben und verändern“, so Pichot. „Jetzt wollen wir der Welt zeigen, dass wir auch auf der Rennstrecke konkurrenzfähig sind.
Der Schritt von der Boxengasse direkt in die Startaufstellung ist das nächste Kapitel unserer Motorsportgeschichte. Wir sind hier, um Rennen zu fahren, zu gewinnen und Innovationen voranzutreiben.“
Pichot ergänzte, dass der Motorsport als essenzielle Plattform diene, um neue Technologien unter Extrembedingungen zu erproben und weiterzuentwickeln – mit direktem Nutzen für Industrien weit über die Rennstrecke hinaus.
Technologisches Testfeld für die Gen4-Ära
Travis Hester, Chief Technology Officer für Elektromobilität bei Fortescue Zero, hob den hohen technischen Wert eines eigenen Rennstalls hervor. Die Erprobung von Batterie-, Hardware- und Softwaresystemen unter den extremen Belastungen des Motorsports komme den Kunden des Konzerns in den Bereichen Bergbau, Energie, Automobilindustrie und Verteidigung unmittelbar zugute.
Jay Penske, Teambesitzer von Penske Autosport, zeigte sich stolz auf das von seiner Mannschaft aufgebaute Fundament und äußerte sich zuversichtlich, dass Fortescue Zero an diese Erfolge anknüpfen werde. Formel-E-Geschäftsführer Jeff Dodds begrüßte den Einstieg des Gründungspartners in den Kreis der Vollzeit-Teams und freut sich auf die Innovationskraft, die das Team in die bevorstehende GEN4-Ära einbringen wird.
