Mekies über Hadjar-Comeback: Red Bull setzt auf Geduld

Red Bull Racing wählt bei der Genesung von Isack Hadjar einen geduldigen und langfristigen Ansatz, nachdem der Franzose nach einer Trainingsverletzung die vergangenen drei Grands Prix verpasst hat.
Der französische Nachwuchsfahrer zog sich während der dreiwöchigen Sommerpause der Formel 1 eine Handgelenksverletzung zu und musste daraufhin bei den Rennen in Zandvoort, Monza und Madrid pausieren. An seiner Stelle übernahm Liam Lawson das freie Red-Bull-Cockpit, während Yuki Tsunoda Lawsons Boliden bei den Racing Bulls pilotierte.
Da das bevorstehende Rennwochenende in Aserbaidschan immer näher rückt, müssen sich beide Ersatzfahrer vorerst noch gedulden, bevor Klarheit über die Cockpit-Besetzung herrscht.

Red Bull stellt vollständige Genesung an erste Stelle
Im Rückblick auf die Situation nach dem Großen Preis von Spanien stellte Red-Bull-Teamchef Laurent Mekies klar, dass Hadjars Rehabilitation ohne Rückschläge verläuft und die Ausfallzeit für eine derartige Verletzung völlig im normalen Rahmen liege.
„Isack geht es gut... Bei Isacks Genesung läuft alles nach Plan. Wir haben gelernt, dass dies der absolut normale Zeitrahmen für diese Art von Verletzung ist“, erklärte Mekies.
„Wir werden daher genau denselben Ansatz wie bisher weiterverfolgen. Wir bewerten die Lage in einer Woche. Wir haben noch mehr als eine volle Woche Zeit, um zu sehen, wie er sich fühlt. Anschließend setzen wir ihn in den Simulator, um ihn den realen Belastungen auszusetzen… Wenn er sich nahe an den 100 Prozent fühlt, greifen wir an. Sollte er das Gefühl haben, dass die Heilung noch nicht abgeschlossen ist, bleiben wir bei unserer Linie und stellen seine Genesung an erste Stelle.“
Mekies betonte dabei, dass die langfristige Fitness des Franzosen oberste Priorität genießt: „Wir wollen auf keinen Fall durch eine verfrühte Rückkehr seine langfristige Fähigkeit gefährden, wieder bei 100 Prozent zu sein.“

Die Folgen der verpassten Streckenzeit
Vor seiner Zwangspause hatte Hadjar bei Red Bull eine beeindruckende Serie hingelegt: Acht Top-10-Ergebnisse, ein Podestplatz in Monaco und drei Qualifying-Erfolge gegen Max Verstappen unterstrichen sein Talent. Während Verstappen das Potenzial des Pakets mit zwei Podestplätzen demonstrierte und Lawson bei drei Starts zweimal in die Punkte fuhr, kostete Hadjar der Ausfall wertvolle Test- und Rennkilometer im RB22.
Durch die verpassten Grands Prix fehlen ihm wichtige Erfahrungen mit den jüngsten Entwicklungsstufen des Boliden – ein Bereich, in dem Red Bull weiter nach den Ursachen für die rätselhafte Autodegradation des RB22 sucht. Zwar begleitete Hadjar das Team an der Strecke, um Telemetriedaten zu analysieren, doch erst die anstehenden Simulatorfahrten werden zeigen, ob er für den kommenden Triple-Header bereit ist oder ob Red Bull sein Comeback weiter verschiebt.
