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Franco Colapinto hat von den Rennkommissaren des Großen Preises von Japan eine offizielle Verwarnung erhalten, nachdem es im zweiten Freien Training in Suzuka zu einem Zwischenfall mit Max Verstappen gekommen war.
Rund 20 Minuten nach Beginn der einstündigen Session fuhr Colapinto auf der Geraden in Richtung der Hochgeschwindigkeitskurve 130R Schlangenlinien, um seine Reifen aufzuwärmen. Gleichzeitig befand sich Verstappen auf einer schnellen Runde, schloss rasch auf den Argentinier auf und musste schließlich stark abbremsen.
Colapinto wurde daraufhin zunächst wegen einer unberechenbaren Fahrweise und später wegen der „mutmaßlichen Behinderung“ des Red-Bull-Piloten vorgeladen.
In ihrer offiziellen Mitteilung schilderten die Rennkommissare den Ablauf wie folgt:
„Auto 43 fuhr auf der Geraden zwischen Kurve 14 und 15 in Schlangenlinien, um die Reifen aufzuwärmen, als sich Auto 3 mit hoher Geschwindigkeit näherte.“
Aus dem Teamfunk ging hervor, dass Colapinto von seinem Team wiederholt darauf hingewiesen worden war, dass Verstappen – identifiziert als Auto 3 – sich von hinten näherte und schnell aufschloss.
„Als Auto 3 herankam, stellte Auto 43 das Schlangenlinienfahren ein, blieb jedoch auf der Ideallinie und beschleunigte anschließend. Die Geschwindigkeitsdifferenz zwischen beiden Fahrzeugen war jedoch so groß, dass der Fahrer von Auto 3 seine schnelle Runde abbrechen musste.“
Colapinto räumte seine Rolle in dem Vorfall offen ein.
„Der Fahrer von Auto 43 gab unumwunden zu, Auto 3 behindert zu haben. Er erklärte, die Annäherungsgeschwindigkeit falsch eingeschätzt zu haben, und habe beschleunigt, um die Behinderung zu vermeiden, verfügte jedoch nicht über ausreichend Energie, um dies zu verhindern.“
Verstappen wiederum erklärte, er sei davon ausgegangen, dass Colapinto Platz machen würde.
„Der Fahrer von Auto 3 sagte, er habe erwartet, dass Auto 43 nach links ausweicht. Als er erkannte, dass dies nicht geschah, brach er seine Runde ab.“
Nach Prüfung aller Beweise kamen die Rennkommissare zu dem Schluss, dass Colapinto Verstappen unnötig behindert hatte. Wie bei solchen Vergehen im Freien Training üblich, wurde eine Verwarnung ausgesprochen.
Damit ist der Fall aus sportrechtlicher Sicht abgeschlossen. Der Zwischenfall sorgte jedoch für einen angespannten Moment im Freitagstraining in Suzuka – insbesondere angesichts des erheblichen Geschwindigkeitsunterschieds auf einem der anspruchsvollsten Streckenabschnitte der Formel 1.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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