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Franco Colapinto entwickelt sich zu einer möglichen Lösung für Williams, sollte Carlos Sainz die Ausstiegsklausel in seinem Vertrag ziehen und das Team nach der Saison 2026 verlassen.
Sainz, der einen langfristigen Vertrag mit Williams unterschrieben hat, deutete an, dass er noch nicht entschieden habe, wo er 2027 fahren wird. Sein bevorzugtes Szenario soll einen Abschied von Max Verstappen bei Red Bull beinhalten, wodurch sich für ihn ein direkter Weg zurück an die Spitze des Feldes eröffnen würde. Ein Wechsel zu einem anderen Mittelfeldteam wie Alpine oder Aston Martin erscheint jedoch wahrscheinlicher.
Die Ungewissheit hat bereits Spekulationen über Williams ausgelöst. Das Management von Sergio Perez soll Gespräche mit dem Team aufgenommen haben, doch Colapintos bestehende Verbindung zum Rennstall aus Grove verschafft ihm eine andere Art von Verhandlungsvorteil.
Während des Grand-Prix-Wochenendes in Belgien wurde Colapinto beim Abendessen mit James Vowles gesehen, seinem früheren Williams-Teamchef. Der Argentinier bestritt Ende der Saison 2024 neun Rennen für Williams, nachdem er Logan Sargeant ersetzt hatte, und holte dabei fünf Punkte. Für 2025 war Sainz allerdings bereits verpflichtet, sodass kein dauerhaftes Cockpit frei war.
Anschließend wurde Colapinto Reservefahrer bei Alpine, bevor er im Saisonverlauf Jack Doohan ersetzte. Berichten zufolge hatte Williams ihn damals im Rahmen einer Vereinbarung über fünf Jahre an Alpine ausgeliehen. Der Viaplay-Kommentator Nelson Valkenburg glaubt, dass diese vertragliche Verbindung weiterhin besteht.
„Ich glaube auch, dass Franco gewissermaßen noch Teil der Williams-Familie ist“, sagte Valkenburg in der Sendung Nailing the Apex. „Er steht in irgendeiner Form noch bei ihnen unter Vertrag. Das wäre sinnvoll. Außerdem wäre es ein Vertrauensbeweis in die eigene Nachwuchsakademie.“
Williams könnte Colapinto zurückholen, falls Sainz geht. Eine vorzeitige Beendigung der fünfjährigen Vereinbarung könnte jedoch eine finanzielle Strafe nach sich ziehen. Sein erster Einsatz für Williams zeigte vielversprechende Ansätze, auch wenn eine späte Serie von Unfällen die Ersatzteilvorräte des Teams stark belastete.
Sein Einsatz bei Alpine brachte in der vergangenen Saison keine Punkte, wobei der Rennstall das langsamste Auto im Feld hatte. In diesem Jahr hat er sich gesteigert, unter anderem mit Platz sieben in Miami und Rang sechs in Kanada. Im direkten Vergleich liegt er gegen Pierre Gasly jedoch weiterhin mit 9:20 zurück.
Colapinto trat im Januar 2023 der Williams-Akademie bei. Solange diese Verbindung besteht und die mögliche sportliche Regression des Teams den Wettbewerb um das Cockpit verringert, könnte die Williams-Fahrerpaarung für 2027 ihm durchaus den Weg zurück in die Formel 1 eröffnen.
Im Zusammenhang mit der unsicheren Zukunft von Carlos Sainz bietet auch die Williams-Suche nach Alternativen einen aktuellen Überblick über die möglichen Kandidaten.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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