Wird geladen
Wird geladen

Freddie Slater sicherte sich für Trident in Monza seine dritte Pole-Position in den vergangenen vier Rennen. Sein Teamkollege Matteo De Palo machte die reine Trident-Frontreihe für das Hauptrennen am Sonntag perfekt.
Nach mehr als einem Monat Pause kehrte die Formel 3 im „Temple of Speed“ zurück auf die Strecke. Auf dem Hochgeschwindigkeitskurs drehte sich im Qualifying einmal mehr alles um das perfekte Timing im Windschatten. Wie bereits in unserer Formel-3-Monza-Vorschau erläutert, wurde das 30 Fahrzeuge zählende Feld in zwei Gruppen à 15 Piloten aufgeteilt, wobei jeder Gruppe ein zehnminütiges Zeitfenster zur Verfügung stand.
Im Freien Training hatte noch Alessandro Giusti (MP Motorsport) vor seinen Teamkollegen Tuukka Taponen und Mattia Colnaghi das Tempo vorgegeben. Die Session wurde zudem von einer Kollision zwischen Campos-Pilot Ugo Ugochukwu und De Palo überschattet. Die Rennkommissare machten Ugochukwu dafür verantwortlich und belegten ihn mit einer Startplatzstrafe von fünf Plätzen für beide Rennen. Unterdessen ersetzte Alex Powell bei Prema den abwesenden Louis Sharp; Powell reiste als Tabellensechster der Eurocup-3 an.
Die Fahrer mit geraden Startnummern bildeten die erste Gruppe, warteten jedoch größtenteils ab, bevor sie ihre gezeiteten Runden in Angriff nahmen. Fionn McLaughlin entschied sich für freie Bahn statt Windschatten – eine Taktik, die sich nicht auszahlte: Da er sich auf seinem zweiten Umlauf nicht mehr steigern konnte, blieb ihm lediglich Rang 14.
Mit den finalen Versuchen wirbelte das Klassement kräftig durcheinander. Zunächst übernahm Kanato Le kurzzeitig die Führung, ehe De Palo noch einmal nachlegte und an die Spitze stürmte. Der Italiener sicherte sich damit gruppenintern die Pole für sein Heimrennen – vor Le, Taito Kato, Hiyu Yamakoshi, Fernando Barrichello und Taponen.
Mehrere Meisterschaftsanwärter taten sich hingegen schwer. Brando Badoer belegte Rang sieben, Bruno del Pino wurde Achter, Noah Strømsted landete auf Platz neun und Ugochukwu kam nicht über Rang zehn hinaus. Durch seine Strafversetzung droht Ugochukwu nun sogar ein Startplatz ab Position 24.
Die Entscheidung um die Gesamt-Pole fiel in Gruppe zwei. Zu Beginn absolvierten alle Piloten eine Installationsrunde, bevor sie bis drei Minuten vor dem Ende an den Boxen verharrten. Schließlich führte Yevan David das Feld zurück auf den Kurs.
Sobald die schnellen Runden begannen, übernahm Slater das Kommando. Der Trident-Pilot unterbot die Richtzeit von De Palo aus der ersten Gruppe und sicherte sich damit die ungeraden Startplätze sowie die Gesamt-Pole. Dahinter komplettierten Nicola Lacorte, Ernesto Rivera, Giusti, Colnaghi, Pedro Clerot, Gerrard Xie, James Wharton, Maciej Gładysz und David die vorderen Ränge der Gruppe.
Den bittersten Rückschlag erlitt Théophile Naël: Nach einem Fahrfehler in Kurve 1 konnte er keine gezeitete Runde verbuchen. Slater und Rivera verschafften sich damit eine hervorragende Ausgangsposition für das Hauptrennen.
Die Startaufstellung der Top 12: Slater, De Palo, Lacorte, Le, Rivera, Kato, Giusti, Yamakoshi, Colnaghi, Barrichello, Clerot und Taponen.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.