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Der Titelkampf in der FIA-Formel-3-Meisterschaft 2026 zieht an diesem Wochenende für die vorletzte Runde nach Monza weiter. Freddie Slater führt die Gesamtwertung vor Ugo Ugochukwu mit nur acht Punkten Vorsprung an. Keiner der beiden Fahrer kann sich in Italien bereits vorzeitig zum Meister krönen, da beim Saisonfinale in Madrid noch zwei Hauptrennen ausstehen. Dennoch werden beide darauf fokussiert sein, vor der entscheidenden letzten Runde Schwung zu holen.
Ugochukwu reist mit Rückenwind aus dem kürzlich absolvierten Test in Madring an, bei dem er über die zwei Tage hinweg die schnellste Gesamtzeit erzielte. Beide Titelanwärter dominierten jeweils zwei Sessions, was darauf hindeutet, dass das Kräfteverhältnis weiterhin extrem ausgeglichen ist. Der Test in Madring wird daher als wichtiger Referenzpunkt dienen, während sich der Fokus nun voll auf Monza richtet.
Das Qualifying wird, wie bereits in Monte Carlo zu Beginn der Saison, in eine Gruppe A und eine Gruppe B unterteilt. Das 30-köpfige Feld wird anhand der Startnummern (ungerade und gerade) in zwei Gruppen zu je 15 Fahrern aufgeteilt, wobei die Startreihenfolge vor der Session am Freitag durch ein Losverfahren bestimmt wird.

Die vielen langen Geraden in Monza machen den Windschatten auf schnellen Runden wertvoll, doch die reduzierte Anzahl an Autos auf der Strecke wird den Kampf um die beste Ausgangsposition nicht eliminieren. Die entscheidende Frage ist, ob die Pole-Position die Bedeutung behält, die ihr traditionell zugeschrieben wird.
Seit dem ersten FIA-F3-Rennen in Monza im Jahr 2019 konnte kein Polesitter den ersten Startplatz in einen Sieg im Hauptrennen ummünzen. Der vierte Startplatz ist die erfolgreichste Position, von der aus bisher drei Sieger hervorgingen.
Leonardo Fornarolis zweiter Platz in Monza 2024 ist das beste Ergebnis, das ein Polesitter bisher erzielen konnte. Brad Benavides, der 2025 Vierter wurde, und Liam Lawson, der 2020 als Siebter ins Ziel kam, sind die einzigen anderen Polesitter, die im Hauptrennen auf dieser Strecke Punkte sammeln konnten. Diese Bilanz unterstreicht, dass ein Start aus der ersten Reihe zwar nützlich, aber in Monza keineswegs entscheidend ist.
Zwischen den Kurven 10 und 11 wurde eine zusätzliche DRS-Zone eingeführt. Die Anfahrt auf die letzte Kurve und die Parabolica bietet nun eine weitere Gelegenheit, zum Angriff in den Rechtsknick anzusetzen.

Fornaroli demonstrierte 2024 das Potenzial für ein entscheidendes Manöver an dieser Stelle, als er sich mit einem Überholmanöver in der letzten Kurve den Meistertitel sicherte. Die neue Zone könnte mehr Fahrer dazu ermutigen, ein Überholmanöver vor der letzten Kurve vorzubereiten, während die DRS-Zone auf der Start-Ziel-Geraden eine unmittelbare Chance zur Antwort in Kurve 1 bietet.
Monza war bereits Schauplatz großer F3-Titelentscheidungen, darunter Victor Martins’ Triumph 2022 und Fornarolis spätes Überholmanöver 2024. Diesmal wird in Italien jedoch noch kein Meister gekürt. Campos und TRIDENT haben in jüngster Zeit das Hauptrennen in Monza gewonnen – Tasanapol Inthraphuvasak siegte im vergangenen Jahr für Campos, während Sami Meguetounif 2024 für TRIDENT triumphierte.
Für Slater und Ugochukwu ist das Ziel klar: Monza mit dem bestmöglichen Ergebnis verlassen und diesen Vorteil mit in das Finale nach Madrid nehmen.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.