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Günther Steiner hat klargestellt, dass eine Rückkehr in die Formel 1 weiterhin möglich ist – allerdings nur, wenn eine Gelegenheit mehr als einen gewöhnlichen Job bietet. Der ehemalige Haas-Teamchef würde nach eigener Aussage zurückkehren, „wenn es ein Projekt gibt, das mir gefällt“. Damit machte er deutlich, dass die Herausforderung selbst für ihn wichtiger wäre als die damit verbundene Position.
Steiner prägte den Formel-1-Auftritt von Haas maßgeblich. Von 2016, dem Debüt des US-Teams, bis 2023 war er dessen Teamchef. Sein Abschied erfolgte Berichten zufolge nach Meinungsverschiedenheiten mit Teambesitzer Gene Haas, nachdem das Team die Konstrukteurs-WM auf dem letzten Platz beendet hatte. Vor seinem Rückzug aus dem Fahrerlager war Steiner zu einem der bekanntesten Teamchefs des Sports geworden.
Im Podcast Up to Speed wurde Steiner gefragt, ob er in die Formel 1 zurückkehren würde. Dabei unterschied er klar zwischen dem Einstieg bei einem Team und der Aufgabe, etwas mit einer eindeutigen Zielsetzung aufzubauen.
„Ja. Ich komme zurück, wenn es ein Projekt gibt, das mir gefällt. Ich sage immer: Nur zurückzugehen und einen Job zu machen – nein“, erklärte er.
Steiners Karriere war von Projekten in verschiedenen Bereichen des Motorsports geprägt – vom Rallyesport bis zur Formel 1. Aktuell ist er Eigentümer des MotoGP-Teams Tech3 und sammelt damit seine ersten Erfahrungen in dieser Meisterschaft. Seine Bereitschaft, über ein neues F1-Projekt nachzudenken, spiegelt denselben Wunsch nach einer anspruchsvollen Aufgabe wider, der bereits seine frühere Arbeit bestimmt hat.
„Es muss etwas sein, das mich wirklich herausfordert“, sagte Steiner. „Ein Projekt bedeutet, dass man selbst gestalten kann, was man tut. Nicht einfach irgendwo einzusteigen – ich lebe schließlich nicht von einem Jobtitel. Der Jobtitel ist mir völlig egal.“
Dieser Ansatz ist besonders relevant, da neue Teams und große Organisationsprojekte in der Formel 1 weiterhin Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Der Aufbau der Grundlagen für einen neuen Rennstall kann Jahre dauern, wie Cadillacs fortlaufender Aufbau seiner F1-Infrastruktur zeigt.
Steiner verwies außerdem auf seinen Wechsel ins Fernsehen nach seiner Haas-Zeit als Beleg dafür, dass er weiterhin bereit ist, sich auf unbekannte Herausforderungen einzulassen. Er gab zu, vor der Kamera so gut wie David Coulthard werden zu wollen – scherzte jedoch, dass er dieses Ziel bislang noch nicht erreicht habe.
Steiner erinnerte sich daran, dass ihm der Aufbau eines neuen Formel-1-Teams als unmöglich dargestellt worden war. Seine Antwort war typisch für ihn: „Okay, ich werde es euch zeigen!“ Seiner Einschätzung nach war es leichter, ein F1-Team zu gründen, als Coulthards Fähigkeiten im Fernsehen zu erreichen.
Vorerst hat sich Steiner nicht auf eine Rückkehr festgelegt. Seine Botschaft ist jedoch eindeutig: Die Formel 1 könnte ihn wieder reizen – aber nur, wenn die Gelegenheit ihm etwas Substanzielles bietet, das er selbst gestalten kann, und eine Herausforderung darstellt, die sich anzunehmen lohnt.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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