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Haas zeigte sehr großes Interesse daran, Yuki Tsunoda zu verpflichten, bevor Helmut Marko eingriff und den Wechsel blockierte, wie Journalist Scott Mitchell-Malm berichtet. Die Entscheidung führte letztlich dazu, dass Tsunoda für 2026 keinen festen Formel-1-Stammsitz erhielt und damit eine fünfjährige Serie als Stammfahrer im Feld endete.
Zu diesem Zeitpunkt war Haas-Teamchef Ayao Komatsu sehr daran interessiert, Tsunoda ins Team zu holen. Marko schob möglichen Verhandlungen jedoch einen Riegel vor, da er maximale Flexibilität bei den Fahreroptionen von Red Bull für 2026 wahren wollte. Dieses Eingreifen beendete das Interesse von Haas praktisch, bevor sich Gespräche überhaupt richtig entwickeln konnten.
Tsunodas Lage ist besonders deutlich vor dem Hintergrund der großen Erwartungen, die mit seiner Beförderung zu Red Bull Anfang 2025 verbunden waren – ein Schritt, der auf Kosten von Liam Lawson ging. Dieser Wechsel schien der lange erwartete Durchbruch zu sein, der seine Karriere nachhaltig verändern könnte.

Stattdessen tat sich Tsunoda schwer, an die Leistungen anzuknüpfen, die er zuvor bei Racing Bulls gezeigt hatte. Mit der Beförderung von Isack Hadjar und der Verpflichtung von Arvid Lindblad aus der Formel 2 für das Schwesterteam wurde Tsunoda zunehmend aus den langfristigen Plänen von Red Bull gedrängt.
Obwohl er dem Team weiterhin als Test- und Ersatzfahrer erhalten bleibt, scheinen seine Chancen auf eine Rückkehr in ein Stammcockpit davon abzuhängen, die Red-Bull-Struktur vollständig zu verlassen.
Als öffentlich bekannt wurde, dass er 2026 nicht antreten wird, machte Tsunoda unmissverständlich klar, dass Aufgeben für ihn keine Option ist.
„Zu erfahren, dass ich 2026 keinen Rennsitz haben werde, war unglaublich hart. Aber ich bin entschlossen, als Test- und Ersatzfahrer noch härter denn je mit Red Bull zu arbeiten, mich gemeinsam mit dem Team weiterzuentwickeln und zu beweisen, dass ich einen Platz im Feld verdiene. Das Leben ist voller Rückschläge …“
Diese Worte waren ein klares Zeichen des Widerstandsgeists und unterstrichen seinen Willen, sich einen Weg zurück in die Formel 1 zu erkämpfen.

Im The Race F1 Podcast deutete Mitchell-Malm an, dass Haas Tsunoda 2027 diese Chance bieten könnte.
„Ich lehne mich mal aus dem Fenster und sage: Yuki Tsunoda“, erklärte er. „Ich glaube, Haas ist sein Weg zurück in die Formel 1. Komatsu war vor zwölf Monaten sehr an Tsunoda interessiert.“
Mitchell-Malm erläuterte, dass Markos Eingreifen dieses Interesse „sehr früh im Keim erstickt“ habe, obwohl Tsunoda in der Anfangsphase des Fahrermarkts eine äußerst spannende Option gewesen sei.
Obwohl Tsunoda eng mit Honda verbunden ist, gilt der Titelsponsor- und Technikdeal von Haas mit Toyota nicht als Hindernis. Im Gegenteil: Er könnte Tsunoda sogar die Möglichkeit eröffnen, innerhalb dieser Zusammenarbeit eine Referenzrolle einzunehmen.
„Ich halte es für möglich, dass Toyota mit dieser Verbindung die Chance ergreift, Tsunoda zur Referenz für das zu machen, was sie mit der Haas-Partnerschaft erreichen wollen“, fügte Mitchell-Malm hinzu. „Je tiefer man hineinschaut, desto mehr Sinn ergibt Tsunoda bei Haas.“

Eine mögliche Vakanz bei Haas könnte sich durch Esteban Ocon ergeben. Komatsu hat öffentlich seine Unzufriedenheit mit den Leistungen des Franzosen geäußert, obwohl Ocon beim Großen Preis von Japan seine ersten Punkte der Saison 2026 erzielte.
In den letzten 16 Rennen landete Ocon nur fünfmal in den Top 10, während Oliver Bearman – trotz seiner vergleichsweise geringen Erfahrung – zunehmend zur Führungsfigur im Team wird.
Bearman gehört weiterhin zur Ferrari-Fahrerfamilie und dürfte 2027 kaum anderswohin wechseln, insbesondere da Lewis Hamilton einen Dreijahresvertrag besitzt und es keinerlei Anzeichen für einen vorzeitigen Abschied gibt.
Obwohl Honda derzeit Aston Martin beliefert, erscheint ein Wechsel dorthin unwahrscheinlich. Fernando Alonso tendiert zu einer Vertragsverlängerung, während Lance Strolls Sitz als gesichert gilt.
Vor diesem Hintergrund sticht Haas als realistischster Weg für Tsunodas Rückkehr in die Formel 1 hervor – und als einer, der sich nun endlich eröffnen könnte, da das Hindernis, das ihn ursprünglich blockierte, nicht mehr im Weg steht.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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