Honda erklÀrt Aston Martins schwierigen F1-Start 2026

Hondas schwieriger Start in die neue Ăra
Aston Martin ging mit groĂen Erwartungen in die umfassende technische Neuausrichtung der Formel 1. Die neue Anlage in Silverstone, der Zugang von Adrian Newey und die Werkskooperation mit Honda sollten die Grundlage fĂŒr einen deutlichen Aufschwung schaffen. Stattdessen hat die erste Saisonphase gezeigt, wie groĂ die Herausforderung fĂŒr das Team und seinen Antriebspartner ist.
Teamchef Mike Krack rĂ€umte kĂŒrzlich ein, dass Aston Martin vor der Sommerpause kaum wirklich Rennen gefahren sei. Der RĂŒckstand auf den Neueinsteiger Cadillac soll zeitweise rund eine Sekunde betragen haben. Das erste groĂe Upgrade-Paket des AMR26, das in Ungarn eingefĂŒhrt wurde, verĂ€nderte dieses Bild teilweise. Doch das Chassis ist nur ein Teil der Gleichung.
Auch Honda hatte seit seiner offiziellen RĂŒckkehr in die Formel 1 mit Problemen zu kĂ€mpfen. Vibrationen beeintrĂ€chtigten die Fahrer in den ersten Wochen, wĂ€hrend die reine Leistung deutlich unter dem erforderlichen Niveau blieb. Laut Shintaro Orihara, Streckenchef und leitendem Ingenieur, wurde das AusmaĂ der Schwierigkeiten bereits im Januar deutlich.
âIm Januar stellten wir fest, dass die Leistung in einigen Bereichen stĂ€ndig schwankte â nach oben, nach unten, wieder nach oben und nach untenâ, sagte Orihara gegenĂŒber Motorsport.com. âWir fanden also zwar Leistung, stieĂen aber gleichzeitig auch auf ZuverlĂ€ssigkeitsprobleme.â

ZuverlÀssigkeit hatte Vorrang vor Leistung
Honda musste mehrere Leistungsgewinne zurĂŒcknehmen oder deren Einsatz reduzieren, um die ZuverlĂ€ssigkeit auf diesem Niveau zu schĂŒtzen. Das bremste die Entwicklung zusĂ€tzlich. Probleme rund um die Batterie erschwerten das Programm weiter und kosteten wĂ€hrend der Wintertests wertvolle Kilometer.
âAls wir in Barcelona mit den Testfahrten begannen, stellten wir fest, dass unsere Leistung im Vergleich zu den anderen Herstellern eindeutig schlecht war. AuĂerdem fanden wir einige Probleme auf der Batterieseiteâ, sagte Orihara.
Honda habe bereits Ende des vergangenen Jahres erkannt, dass die Antriebseinheit nicht konkurrenzfĂ€hig sei, erklĂ€rte er. Allerdings habe man nicht mit einem derart groĂen RĂŒckstand gerechnet. Die Schwierigkeit lag Orihara zufolge nicht in einem einzelnen Bauteil, sondern im Zusammenspiel umfangreicher Ănderungen an der gesamten Antriebseinheit.
Die Leistung der MGU-K stieg von 120 auf 350 Kilowatt, auf der Seite des Verbrennungsmotors Ă€nderten sich die Parameter fĂŒr den Kraftstoffdurchfluss, und der Wegfall der MGU-H stellte Honda vor eine groĂe Herausforderung bei der Fahrbarkeit. Der Hersteller musste daher gleichzeitig Leistung, ZuverlĂ€ssigkeit und die Kontrolle des Ladedrucks in den Griff bekommen.

Upgrade in Zandvoort soll erste Antworten liefern
Hondas lang erwartetes Upgrade fĂŒr Zandvoort konzentriert sich auf den Verbrennungsmotor und soll den verbliebenen LeistungsrĂŒckstand verkleinern. Das Paket wurde bei einem Filmtag auf dem Hungaroring bereits getestet.
Es handelt sich zunĂ€chst nur um einen ersten Schritt. Seine LeistungsfĂ€higkeit wird jedoch genau beobachtet werden, wĂ€hrend Aston Martin an der schwierigen Aufholjagd arbeitet. Das ĂŒbergeordnete Projekt des Teams bleibt mit den Grundlagen verknĂŒpft, die in dieser aktuellen Entwicklung bei Aston Martin hervorgehoben wurden. Der Bericht von Honda macht jedoch deutlich, dass Fortschritte Zeit brauchen werden â und nicht durch einen einzigen Durchbruch entstehen.
