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Horner führt Red-Bull-Aus auf Wandel nach Mateschitz’ Tod zurück

Christian Horner sagt, das Ende seiner zwei Jahrzehnte an der Spitze von Red Bull Racing sei auf einen Wandel in der Unternehmensführung nach dem Tod des Gründers Dietrich Mateschitz im Jahr 2022 zurückzuführen. In einem mehr als ein Jahr nach seiner Entlassung im Juli 2025 veröffentlichten Interview sagte Horner, man habe ihm keine konkrete Begründung für die Entscheidung genannt.
Horner führte Red Bull durch die erfolgreichen Titelphasen mit Sebastian Vettel und Max Verstappen. Dabei gewann das Team sechs Konstrukteurs- und seine Fahrer acht Weltmeistertitel. Horner sagte, er habe den Eindruck gehabt, die neue österreichische Führung habe ihm zu viel Einfluss zugeschrieben. Die Vermutung, ein Zerwürfnis mit Max Verstappen oder dessen Vater Jos sei der direkte Auslöser gewesen, wies er jedoch zurück.

Horner nennt seine Entlassung schmerzhaft und abrupt
Horner beschrieb die Umstände seines Abschieds als besonders belastend. Nur wenige Tage vor seiner Entlassung starb Beverley Allen, seine frühere Partnerin und Mutter ihrer Tochter Olivia, nach einer Augenkrebserkrankung. Zunächst habe er sich darauf konzentriert, seine um die Mutter trauernde Tochter zu unterstützen. Den eigenen Abschied habe er erst etwa einen Monat später wirklich verarbeitet.
Auch seine Arbeit am Aufbau von Red Bull Powertrains hob er hervor. Horner sagte, er habe mitgeholfen, aus einem Start-up mit 400 Beschäftigten ein Unternehmen mit 2.200 Mitarbeitenden zu machen. Das abrupte Ende seiner Tätigkeit sei deshalb besonders schwer zu akzeptieren gewesen. Er bezeichnete die Erfahrung als schmerzhaft und sagte, die persönlichen Umstände hätten den Zeitpunkt besonders heikel gemacht.
Horner kritisierte außerdem den Umgang mit seinem Abschied. Andere Teams hätten schwierige Phasen überstanden, ohne ihre Führungskräfte auf dieselbe Weise zu entlassen, argumentierte er. Zudem verwies er darauf, dass Red Bull beim Rennen unmittelbar vor seinem Ausscheiden die Poleposition geholt hatte.

Horner sagt, Mateschitz’ Tod habe Red Bulls Führung verändert
Horner machte Red Bull für die Entscheidung verantwortlich und nicht einen Streit mit einem Fahrer. Nach Mateschitz’ Tod habe sich die Führung des Unternehmens verändert. Das Ende seiner Amtszeit sei eine unternehmerische Entscheidung gewesen.
Seit seinem Abschied habe er abseits der internen Machtkämpfe in der Formel 1 etwas zur Ruhe gefunden, sagte Horner. Außerdem habe sich sein Verhältnis zu Oliver Mintzlaff wieder normalisiert. Mintzlaff habe ihn angerufen und sich dafür bedankt, dass er die Grundlagen für Red Bulls ersten Sieg mit einem vollständig eigenständig entwickelten Motor in Bahrain gelegt habe.
Sein Abschied wirft weiterhin die Frage auf, wie es für ihn weitergeht. F1LivePulse hat Horners mögliche Rückkehr in die Formel 1 und seine Rückkehr ins Fahrerlager in Silverstone verfolgt.
