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Jake Dennis sicherte sich mit einem entscheidenden Kraftakt im letzten Sektor die Pole-Position für den Formel-E-Tokyo-E-Prix 2026. Unter dem Flutlicht des Stadtkurses schlug er Edoardo Mortara um hauchdünne 0,052 Sekunden.
Mortara schien in der ersten Hälfte der finalen Runde noch die Oberhand zu haben, doch Dennis lieferte ab, als es darauf ankam. Seine Zeit von 1:11,863 Minuten reichte für den Spitzenplatz in einer Session, die von engen Abständen, wechselnden Bedingungen und einem schweren Zwischenfall im Halbfinale geprägt war.
Das Ergebnis fügt dem ohnehin schon unter Druck stehenden Rennwochenende in Tokio ein weiteres spannendes Kapitel hinzu. Einen umfassenden Überblick über die Kulisse und die sportlichen Voraussetzungen des Events finden Sie in unserer Vorschau auf den Tokyo E-Prix 2026: Nacht-Double-Header, Strecke, Zeitplan und Übertragung.
Mortara galt bereits vor dem Qualifying als der Mann, den es zu schlagen galt; er dominierte sowohl das verregnete 1. Freie Training als auch das durch eine Unterbrechung gestörte 2. Freie Training. Ein Einschlag von Felipe Drugovich in die Streckenbegrenzung hatte das zweite Training vorübergehend gestoppt, doch Mortara behielt die schnellste Zeit vor Dan Ticktum und dem Meisterschaftsführenden Pascal Wehrlein.
Mehrere Fahrer berührten auf dem anspruchsvollen Kurs die Mauern, was den geringen Spielraum für Fehler unterstrich. Drugovichs Unfall reduzierte das Qualifying-Feld auf neun Autos und warf den Andretti-Piloten aus dem Rennen.
Porsche strebte die siebte Pole-Position in Folge für seine Antriebsstränge an, während Wehrlein seine Serie von drei Duell-Teilnahmen in Folge ausbauen wollte. Stattdessen schied der Meisterschaftsführende bereits in Gruppe A aus. Auch für Nissan endete das Heimspiel mit einer schmerzhaften Doppel-Eliminierung: Oliver Rowland und Norman Nato verpassten beide die Top 4.
Antonio Felix da Costa sicherte sich mit einer 1:13,652 die schnellste Gruppenzeit des Tages. Mortara zog neben Jean-Eric Vergne und Dan Ticktum in die Duelle ein und verpasste die Bestzeit der Gruppe nur um 0,017 Sekunden. Mitch Evans hingegen kämpfte mit mangelndem Grip und belegte nur den achten Platz, was den Titelanwärter vor eine schwierige Aufholjagd stellt.
Dennis besiegte Taylor Barnard im Viertelfinale, während Mortara mit einer 1:12,090 die schnellste Runde der Session fuhr und Vergne eliminierte. Nico Müller setzte sich gegen Nick Cassidy durch, und Da Costa komplettierte das Halbfinale, nachdem er Ticktum knapp geschlagen hatte.
Das Halbfinale zwischen Dennis und Müller endete dramatisch, als Müller in Kurve 6 den Kerb zu hart traf und schwer in die Barrieren einschlug. Er blieb unverletzt, doch der Schaden bescherte Dennis nach Absolvierung seiner Runde kampflos den Einzug ins Finale.
Mortara schlug anschließend Da Costa mit einer 1:11,889 und ebnete damit den Weg für das entscheidende Duell. Dennis antwortete mit einer entscheidenden Pace im letzten Sektor und verwandelte diese Chance in die Pole-Position.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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