Williams: Vowles dämpft Punkte-Hoffnungen trotz Upgrades

Williams-Teamchef James Vowles hat eingeräumt, dass die verbleibenden technischen Updates für die Saison 2026 nicht ausreichen werden, um den Rennstall wieder regelmäßig in die Punkteränge zu führen.
Das Traditionsteam aus Grove durchlebt seit dem Auftakt der Saison 2026 eine überaus schwierige Phase. Nachdem Williams bereits mit einem übergewichtigen Boliden zu den Testfahrten in Bahrain angereist war, konnte die Mannschaft in den ersten 14 Saisonläufen magere elf Punkte sammeln. In der Konstrukteurswertung belegt Williams derzeit nur den neunten Rang – denkbar knapp vor Aston Martin und Cadillac – nachdem man immer wieder herbe Rückschläge einstecken musste, darunter auch Frust bei den jüngsten Rennen.
Fehler im Winter werfen lange Schatten
Im Podcast The Fast And The Curious sprach Vowles schonungslos offen über die Ursachen des aktuellen Leistungsdefizits und stellte klar, dass sich fundamentale Designfehler aus der Entwicklungsphase im laufenden Rennkalender nicht einfach wegoptimieren lassen.
„Es war ein hartes Jahr, und es wird bis zum Schluss ein hartes Jahr bleiben“, räumte der Brite ein. „Daran führt kein Weg vorbei. Viele der Fehler, die wir im Winter gemacht haben, werden uns bis zum Saisonende begleiten. Unser Ziel ist es, uns wieder über Wasser zu halten, bis wir das nächstjährige Auto einsetzen.“

Geplante Upgrades für Baku
Für den Großen Preis von Aserbaidschan auf dem Baku City Circuit (24. bis 26. September) plant Williams zwar noch einmal umfangreichere aerodynamische und mechanische Weiterentwicklungen. Doch Vowles dämpft die Erwartungen an den Ertrag dieser neuen Teile auf der Rennstrecke spürbar.
„Es wird in diesem Jahr noch kleine Schritte nach vorne geben, aber sie werden nicht genügen, um auch nur das absolute Minimum dessen zu erreichen, was ich mir wünsche: nämlich an jedem Wochenende Punkte einzufahren“, so Vowles. „Das spiegelt schlichtweg nicht die Realität wider, in der wir uns momentan befinden.“
Mit Blick auf die Zukunft bleibt Vowles dennoch zuversichtlich, dass Williams sich nach vorne arbeiten kann – wenngleich dies ein mühsamer Weg wird: „Glaube ich, dass wir nächstes Jahr im Feld nach vorne rücken? Ja. Weiter zurückzufallen, ist kaum noch möglich. Wir werden dadurch Plätze gutmachen, aber es bleibt trotzdem ein harter, beschwerlicher Weg.“
