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Jenson Button ist der Ansicht, dass Max Verstappen in seiner Formel-1-Karriere einen Punkt erreicht hat, an dem Sentimentalitäten bei der Entscheidung über seine Zukunft keine Rolle mehr spielen dürfen. Der F1-Weltmeister von 2009 betont, dass Verstappen „egoistisch“ sein müsse, während die Spekulationen darüber, ob er über die aktuelle Phase der Ungewissheit hinaus bei Red Bull bleiben wird, weiter zunehmen.
Verstappen hat bei Red Bull einen Vertrag bis Ende 2028, doch Berichte deuten auf eine Leistungsklausel hin, die es ihm ermöglichen könnte, das Team zu verlassen, sollte er bis zur Sommerpause nicht unter den ersten zwei Plätzen der Fahrerwertung liegen. Dies hat seine Situation zu einem der zentralen Gesprächsthemen im Fahrerlager gemacht.
Mercedes wurde in der Vergangenheit bereits intensiv mit Verstappen in Verbindung gebracht, während neuere Gerüchte die Möglichkeit eines überraschenden Wechsels zu McLaren an die Seite von Lando Norris aufkommen ließen. Es heißt jedoch, dass McLaren Oscar Piastri weiterhin als festen Bestandteil seiner Pläne für die „absehbare Zukunft“ betrachtet, auch wenn ein solch dramatisches Szenario nicht völlig ausgeschlossen wurde. Mehr zu dieser sich entwickelnden McLaren-Thematik finden Sie in unserem Bericht über Piastris mögliche Ausstiegsklausel und die Spekulationen um einen Verstappen-Tausch.

Verstappens Frustration über das Red-Bull-Auto war nach seinem Ausscheiden beim Großen Preis von Großbritannien am vergangenen Wochenende deutlich spürbar. Button argumentiert, dass es in diesem Kontext völlig normal sei, wenn Verstappens Management den Markt sondiere.
„Wenn sein Management sich nicht umhören würde, würden sie ihren Job nicht richtig machen“, sagte Button gegenüber Sky F1. „Sie sollten sich umhören.“
Button identifizierte McLaren und Mercedes als die beiden offensichtlichen Teams, an denen Verstappen interessiert sein könnte, und betonte gleichzeitig, dass Verträge nicht zwangsläufig große Fahrerwechsel verhindern.
„Alle Fahrer haben Verträge, aber Geld regiert die Welt. Es gibt immer einen Weg, einen Fahrer zu einem anderen Team zu bewegen“, sagte er.

Das Gesamtbild bei Red Bull hat das Gefühl der Unsicherheit nur noch verstärkt. Das Team hat in den letzten Jahren mehrere bedeutende Abgänge erlebt, darunter Christian Horner, Adrian Newey und Helmut Marko. Auch Verstappens Renningenieur Gianpiero Lambiase soll 2028 das Team verlassen und zu McLaren wechseln, was die Spekulationen weiter anheizt.
Button deutete an, dass diese Veränderungen das interne Umfeld um Verstappen herum verändert haben könnten.
„Viele Leute, mit denen er viele Jahre zusammengearbeitet und mit denen er Meisterschaften gewonnen hat, sind gegangen und woanders hingegangen“, so Button. „Es muss sehr seltsam sein, es muss sich für ihn innerhalb dieses Teams irgendwie einsam anfühlen.“
Aus Buttons Sicht wäre Mercedes das Ziel, das man anvisieren sollte, wenn er Verstappen beraten würde – egal ob an der Seite von Kimi Antonelli oder George Russell. Sein Fazit war deutlich: Verstappen ist weit genug in seiner Karriere fortgeschritten, dass sein nächster Schritt mit maximalem Eigeninteresse erfolgen muss.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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