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Dynisma hat eine bedeutende neue Partnerschaft mit Dallara bestätigt. Die Vereinbarung über mehrere Millionen Euro und mehrere Simulatoren unterstreicht, wie zentral die „Driver-in-the-Loop“-Technologie für die moderne Entwicklung von Rennwagen geworden ist.
Im Rahmen der Vereinbarung werden zwei DMG360XY-Bewegungssysteme an den Standorten von Dallara in Europa und den Vereinigten Staaten installiert. Die erste Inbetriebnahme ist für das vierte Quartal 2026 am Dallara-Hauptsitz in Varano de’ Melegari, Italien, geplant. Eine zweite Einheit soll Anfang 2027 am Standort des Unternehmens in Indianapolis folgen.
Für Dallara schafft dieser Schritt eine einheitliche Simulationsumgebung an seinen beiden wichtigsten Ingenieursstandorten. Diese Konsistenz ist entscheidend: Identische Hardware ermöglicht es Ingenieuren auf verschiedenen Kontinenten, Ergebnisse direkt zu vergleichen und Variablen zwischen virtuellen Entwicklungsprogrammen zu reduzieren.

Dallaras Rolle in der Rennsport-Hierarchie verleiht dem Deal ein erhebliches Gewicht. Das italienische Unternehmen ist der alleinige Chassis-Lieferant für IndyCar, Formel 2, Formel 3 und die japanische Super Formula und fungiert zudem seit 2016 als Fertigungspartner für das Haas F1 Team. Mehr zur aktuellen Wettbewerbssituation von Haas finden Sie in unserem kürzlich erschienenen Bericht darüber, wie Ollie Bearman das Haas-Tempo in Silverstone als „schmerzhaft“ bezeichnete.
Das DMG360XY von Dynisma ist das Flaggschiff-System des Unternehmens und genießt bereits das Vertrauen mehrerer Formel-1-Teams sowie führender GT- und Langstrecken-Rennorganisationen. Das in Bristol ansässige Unternehmen wurde 2017 von Ash Warne gegründet, einem ehemaligen F1-Simulator-Ingenieur, der zuvor die Simulator-Programme bei Ferrari und McLaren leitete.
Dynisma-CEO Graeme Cook erklärte: „Dallaras Ingenieursphilosophie legt großen Wert auf das Verständnis des Fahrzeugverhaltens und der Wahrnehmung durch den Fahrer. Wir sind stolz darauf, diesen Ansatz als technischer Partner zu unterstützen.“
Er fügte hinzu: „Die DMG360XY-Plattform ist darauf ausgelegt, als primäres technisches Werkzeug zu dienen. Diese Vereinbarung über mehrere Simulatoren spiegelt unser gemeinsames Engagement für Realismus, Korrelation und langfristige technische Exzellenz wider.“

Drei Spezifikationen definieren das System: eine Latenz von weniger als fünf Millisekunden, eine Bewegungsbandbreite von über 100 Hz sowie eine unbegrenzte 360-Grad-Gierrotation in Kombination mit fünf Metern Bodenplatten-Verfahrweg.
Die Gierfähigkeit ist besonders wichtig. Herkömmliche Simulatoren müssen ihre Rotation regelmäßig zurücksetzen, was falsche physische Signale erzeugt und die Korrelation zwischen Simulator und Rennstrecke schwächen kann. Dynisma gibt an, dass das DMG360XY diese Einschränkung vollständig beseitigt.
Dallara bezeichnete die Investition als Leistungsentscheidung und erklärte: „Hochpräzise Simulation ist ein strategischer Vermögenswert für unsere Gruppe. Die Etablierung identischer, erstklassiger Bewegungsplattformen in Italien und den Vereinigten Staaten unterstützt die Kontinuität unserer Ingenieursprogramme und stärkt das Vertrauen darauf, wie virtuelle Entwicklung die reale Leistung beeinflusst.“
In einem Umfeld, in dem physische Tests zunehmend eingeschränkt sind, ist die Botschaft von Dallara klar: Die Zukunft der Fahrzeugentwicklung findet im Simulator statt.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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