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Giancarlo Fisichella zeigt sich hocherfreut darüber, dass Kimi Antonelli nun als Italiens neuester Formel-1-Grand-Prix-Sieger in die Fußstapfen tritt. Er betont, dass das Ende der 20-jährigen Wartezeit ein Grund zum Feiern und nicht zum Bedauern sei.
Fisichella trug von Mitte der 1990er bis Ende der 2000er Jahre die italienischen Hoffnungen in der Formel 1 und gewann in seiner 231 Rennen umfassenden Karriere drei Grands Prix. Sein letzter Sieg gelang ihm 2006 in Malaysia, womit er bis zu Antonellis Durchbruch Anfang 2026 der letzte italienische Rennsieger blieb.
Im Gespräch mit Tom Clarkson bei Beyond The Grid fiel Fisichellas Reaktion deutlich aus: „Ich sage nur: Endlich!“, erklärte er. „Ich freue mich darüber, denn 20 Jahre sind einfach zu lang.“

Der 53-Jährige lobte Antonellis starken Saisonstart und verwies auf die Siegesserie, die in China begann und sich mit Erfolgen in Japan, Miami, Kanada und Monaco fortsetzte. Antonelli sicherte sich seine ersten drei Siege zudem von der Pole-Position aus, was seiner Kampagne, die die Erwartungen schnell in die Höhe schraubte, zusätzliches Gewicht verlieh.
„Er ist so clever. Er ist so schnell“, sagte Fisichella. „Ich habe in meinem Leben drei Rennen in 231 Grands Prix gewonnen. Und er hat in weniger als 30 Rennen seiner Karriere bereits fünf Siege eingefahren. Das ist einfach großartig.“
Antonellis Schwung blieb nicht ohne Hindernisse. Zuverlässigkeitsprobleme beeinträchtigten seine Rennen in Barcelona-Catalunya und Großbritannien, während er in Österreich von seinem Teamkollegen George Russell geschlagen wurde. Sein Vorsprung in der Meisterschaft, der einst 61 Punkte betrug, ist auf 25 Punkte gegenüber Russell geschmolzen.
Diese jüngsten Rückschläge haben den Titelkampf verschärft. Auch Mercedes steht nach Antonellis Frust in Silverstone unter Beobachtung, insbesondere angesichts der Probleme, die in diesem Bericht über Antonellis schmerzhaften Punkteverlust nach dem Silverstone-Rückschlag detailliert beschrieben werden.
Fisichella bleibt jedoch überzeugt, dass Antonelli um die Krone kämpfen kann, wenn er die Situation ruhig meistert.
„Ich glaube, er hat eine Chance“, sagte er. „Er muss einfach von Rennen zu Rennen denken. Und sich nicht zu sehr unter Druck setzen lassen.“

Fisichella reflektierte auch über Antonellis unebenen Weg bis zu diesem Punkt. Er erinnerte an den ersten FP1-Auftritt des Italieners in Monza vor zwei Jahren, bei dem er verunfallte, und merkte an, dass seine Rookie-Saison 2025 trotz dreier Podiumsplätze von Fehlern und unbeständigen Leistungen geprägt war.
In diesem Jahr sieht Fisichella einen anderen Fahrer: erfahrener, selbstbewusster und vertrauter mit dem Auto. Für Italien sind die Auswirkungen bedeutend. Alberto Ascari bleibt der letzte Weltmeister des Landes, ein Titel, der 1953 gewonnen wurde, und Fisichella machte deutlich, dass diese lange Abwesenheit tief empfunden wurde.
„Nicht nur ein einzelner Rennsieger, sondern auch der Weltmeister“, sagte er. „Es ist einfach zu viel Zeit vergangen!“

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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