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Der ehemalige Formel-1-Rennkommissar Johnny Herbert hat einen Teil der Fangemeinde von Max Verstappen scharf kritisiert. Er bezeichnete die Anfeindungen, denen er während seiner Tätigkeit für die FIA ausgesetzt war, als die schlimmsten, die er jemals von Anhängern eines Fahrers erlebt hat.
Herbert war in den 2010er Jahren als F1-Kommissar tätig und arbeitete gleichzeitig als Experte für Sky F1. In den letzten Jahren gab er vermehrt Interviews für Wettportale und sorgte für Aufsehen, nachdem er Verstappens „schreckliche Einstellung“ bei Rad-an-Rad-Duellen nach einer Kollision mit Lando Norris hinterfragt hatte.
Diese mediale Tätigkeit wurde später zum zentralen Punkt für Herberts Ausscheiden bei der FIA. Er wurde vor Beginn der Saison 2025 von seinem Posten als Kommissar entbunden, wobei der Weltverband seine externen Medienaktivitäten als „unvereinbar“ mit der Position bezeichnete.
In einem Gespräch mit Vision4Sport wurde Herbert gefragt, welche Fangemeinde ihn am stärksten angefeindet habe. Seine Antwort kam prompt.
„Das ist einfach! Die niederländischen Fans, die sich daran störten, dass ich Max Verstappen hinterfragt habe.“
Herbert erklärte, dass die Nachrichten weit über Kritik an seinen Ansichten hinausgingen und sogar Drohungen enthielten. „Eigentlich waren sie nicht nur niederländisch. Sie kamen auch aus anderen Ländern: ‚Tod für Herbert‘.“
Er wies zudem Behauptungen zurück, seine Nationalität habe seine Arbeit als Kommissar oder Kommentator beeinflusst. Herbert sagte, Fans hätten ihm und Martin Brundle vorgeworfen, voreingenommen gegenüber Lewis Hamilton zu sein, da beide Briten seien.

„Ihr seid Niederländer, ihr unterstützt Max und ihr sagt, wir seien voreingenommen, aber ihr wollt, dass wir Max unterstützen“, so Herbert. „Sie können nicht beides haben.“
Herbert räumte ein, dass die nationale Identität die sportliche Unterstützung prägen könne, betonte jedoch, dass dies keine objektive Analyse in der Formel 1 verhindere.
„Natürlich werden wir einen britischen Fahrer unterstützen, aber es ist objektiv“, sagte er. Er fügte hinzu, dass britische Beobachter auch von Verstappens Leistungen beeindruckt sein könnten, und bezeichnete ihn als den „Fliegenden Holländer“.
Herbert verdeutlichte den Unterschied anhand des Fußballs: „Wenn England im Fußball gegen Holland spielt, werde ich natürlich England unterstützen.“
Die Kommentare unterstreichen die Intensität rund um Verstappen und die Schwierigkeiten, mit denen Offizielle und Rundfunksprecher konfrontiert sind, wenn ihre Urteile die Ansichten einer hochgradig engagierten Fangemeinde herausfordern. Die jüngste Diskussion über Verstappens Sicht auf die F1-Regeln hat ebenfalls gezeigt, wie genau seine Meinungen unter die Lupe genommen werden; seine Aussagen darüber, dass Fahrer kaum noch einen Unterschied machen können, bleiben Teil dieser breiteren Debatte.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.