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Komatsu: Câmara überzeugte Haas mit Tempo, nicht durch Ferrari-Nähe

Haas-Teamchef Ayao Komatsu sagt, Rafael Câmara habe sich den Formel-1-Platz für 2027 mit Tempo und Anpassungsfähigkeit verdient – und nicht wegen seiner Verbindungen zum Ferrari-Nachwuchsprogramm.
Câmara überzeugte beim Testprogramm von Haas mit früheren Autos, bei dem das Team seinen Wagen aus der Saison 2025 einsetzte, um Kandidaten für die kommende Saison zu beurteilen. Besonders sein erster Einsatz in Portimão sei herausgestochen, sagte Komatsu – vor allem, weil der Brasilianer mit wechselnden Bedingungen gut zurechtkam.
Die Verpflichtung wurde als Camaras Haas-Debüt in der Formel 1 für 2027 bestätigt. Nun erklärte Komatsu, wie das Team zu seiner Entscheidung kam.
Der Test in Portimão machte Câmara zur klaren Wahl
Haas prüfte auch den amtierenden Formel-2-Meister Leonardo Fornaroli, Ersatzfahrer Ryo Hirakawa und Jack Doohan. Komatsu zufolge war Câmara bei den Tests des Teams der Schnellste – und seine Leistung gab letztlich den Ausschlag.

Der Einsatz in Portimão gab Haas die Gelegenheit, mehr als nur die reine Geschwindigkeit zu beurteilen. Während des Tests änderten sich die Streckenbedingungen: Temperatur und Wind schwankten, zudem sorgten Vibrationen der Reifen für eine weitere Herausforderung. Komatsu beeindruckte, wie gelassen Câmara auf diese wechselnden Faktoren reagierte.
Komatsu räumte ein, dass die Verbindung des Teams zu Ferrari Zugang zu Nachwuchsfahrern der Ferrari Driver Academy ermöglicht habe. Diese Verbindung sei für die Wahl jedoch nicht ausschlaggebend gewesen. Am meisten habe Haas Camaras natürliche Geschwindigkeit und sein Fahrgefühl überzeugt. Komatsu sagte, dass sich Instinkt schwerer entwickeln lasse als andere Aspekte der Leistung eines Fahrers.
Haas will Camaras Formel-1-Vorbereitung auf ihn abstimmen
Komatsu räumte ein, dass Camaras Zweikampfstärke und Reifenmanagement nicht in jedem Formel-2-Rennen konstant gewesen seien, glaubt aber, dass sich diese Bereiche verbessern lassen. Zunächst müsse Haas verstehen, wie der Brasilianer arbeite und unter welchen Bedingungen er seine beste Leistung bringe.

Das Team werde auf die Erfahrungen aus der Vorbereitung von Oliver Bearman auf die Formel 1 zurückgreifen, zugleich aber berücksichtigen, dass Câmara ein anderer Fahrertyp sei. Bearman hatte bei Haas bereits mehrere Gelegenheiten in FP1-Sitzungen erhalten. Ob Câmara noch vor Saisonende bei einem FP1-Training zum Einsatz kommt, ist bislang offen.
Câmara führt derzeit die Formel-2-Meisterschaft an. Sollte Bearman wie erwartet bleiben, dürfte Haas in der kommenden Saison zwei Ferrari-Nachwuchsfahrer im Aufgebot haben. Der Schritt folgt zudem auf Ha as Entscheidung, Câmara als Nachfolger von Esteban Ocon für 2027 auszuwählen.
