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Laurent Mekies hat Berichten zufolge innerhalb der Fabrik von Red Bull eine klare Grenze gezogen und es den Mitarbeitern untersagt, über eine Aufgabe der Saison 2026 zu sprechen, nachdem das Team einen schwierigen Start in die neue Ära des Reglements hingelegt hat.
Der Auftakt für Red Bull war düster. Der RB22 konnte in China und Japan nicht mit dem Tempo der Autos von Mercedes, Ferrari und McLaren mithalten. Max Verstappens Aufholjagd von Startplatz 20 auf Rang 6 in Australien wirkt nun eher wie ein Trugschluss als wie ein Zeichen für Fortschritt.
Verstappen beschrieb den RB22 in Japan als „unfahrbar“ und erklärte, er habe in Suzuka sowohl mit Untersteuern am Kurveneingang als auch mit Übersteuern beim Beschleunigen zu kämpfen gehabt. Isack Hadjar äußerte sich ähnlich direkt und bezeichnete das Chassis von Red Bull als „schrecklich“, nachdem er auf Platz 12 gelandet war, während Verstappen im Qualifying nicht über Platz 11 hinauskam.
Das Bild verschlechterte sich weiter, als Alpines Pierre Gasly sich zum zweiten Mal in Folge vor Verstappen qualifizierte und ihn anschließend hinter sich halten konnte. Als Red Bull Japan verließ, war das Team in der Konstrukteurswertung auf den sechsten Platz abgerutscht – sogar Haas liegt nach den ersten drei Saisonrennen vor Red Bull und Alpine.

Laut FormulaTecnica hat Mekies kein Interesse daran, 2026 als Übergangsjahr abzuhaken. Er soll das Wort „Aufgabe“ in der Fabrik in Milton Keynes „kategorisch verboten“ haben und möchte, dass sich das Team voll und ganz darauf konzentriert, die Schwachstellen des RB22 zu finden und diese schnellstmöglich zu beheben.
Anstatt sich mit einem Übergangsjahr abzufinden, drängt Mekies jede Abteilung dazu, das Problem mit höchster Dringlichkeit anzugehen. Die Stimmung im Team soll von dem Wunsch nach Wiedergutmachung nach diesem schwachen Saisonstart geprägt sein.
Was für Red Bull im Jahr 2026 als Erfolg gewertet werden kann, bleibt ungewiss, doch das Ausmaß des Problems ist offensichtlich. Es wurde bereits spekuliert, dass das Team in Erwägung ziehen könnte, den RB22 aufzugeben und im Laufe der Saison auf ein komplett neues Auto zu setzen.
Zudem gibt es Gerüchte, dass Red Bull ein Jahr benötigen könnte, um ein neues Chassis zu entwickeln. Das aktuelle Auto soll zu schwer sein und die Fahrer im Vergleich zur schnellsten Konkurrenz etwa acht Zehntelsekunden pro Runde kosten.
Vorerst wird Red Bull Upgrades nach Miami bringen, um zu prüfen, ob der RB22 noch zu retten ist. Der Wert dieser Änderungen wird für Mekies entscheidend sein, der versucht, das Schicksal des Teams zum zweiten Mal in weniger als einem Jahr zu wenden, nachdem er im vergangenen Juli die Nachfolge von Christian Horner angetreten hatte.
Mekies soll zudem mit einer schwierigen Atmosphäre in der Fabrik zu kämpfen haben, die durch den schwachen Saisonstart entstanden ist. Verstappen liegt nach drei Rennen auf dem neunten Platz der Fahrerwertung, drei Punkte hinter Gasly auf Rang acht, während Hadjar mit vier Punkten auf dem zwölften Platz liegt.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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