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McLaren-Reservefahrer Leonardo Fornaroli hat seine ersten Testfahrten in der Formel 1 absolviert und dabei mehr als 900 Kilometer im MCL60 aus dem Jahr 2023 auf zwei Rennstrecken zurückgelegt.
Der amtierende Formel-2-Champion, der sich keinen Stammplatz im Starterfeld für 2026 sichern konnte, schloss sich stattdessen McLaren als Reservefahrer an – seine erste offizielle Verbindung zu einem Formel-1-Team. Bereits wenige Wochen später setzte ihn der Rennstall aus Woking in ein Grand-Prix-Fahrzeug und startete ein intensives Programm, das seine Anpassung an die Anforderungen der Formel 1 beschleunigen soll.

Sein Debüt absolvierte Fornaroli am 23. und 24. März in Barcelona, wo er 112 Runden (512 km) im MCL60 zurücklegte. Für einen ersten Einsatz war das ein umfangreiches Pensum – und McLaren zeigte sich von der Leistung des Italieners ermutigt.
„Er hat im Verlauf des Tests enorme Fortschritte gemacht, sich unglaublich schnell an das Formel-1-Auto gewöhnt und dabei weiterhin die Eigenschaften gezeigt, die wir aus seiner erfolgreichen Nachwuchskarriere kennen: Konstanz sowie die Fähigkeit, schnell zu lernen und Leistung abzurufen“, sagte McLarens Chief Business Affairs Officer Alessandro Alunni Bravi.
Er ergänzte: „Solche Tests sind entscheidend, um sicherzustellen, dass er in seiner Rolle als Reservefahrer des McLaren-Mastercard-Formel-1-Teams bestens vorbereitet ist und sich zugleich innerhalb unseres Nachwuchsprogramms weiterentwickelt.“
Die Zielsetzung war klar: Es handelte sich nicht nur um eine Eingewöhnungsfahrt, sondern um einen strukturierten Schritt zur Integration Fornarolis in McLarens umfassendes Performance-System.

Am 7. April kehrte Fornaroli in Silverstone ins Cockpit zurück und fügte seinem Pensum weitere 68 Runden (393 km) hinzu. McLaren beschrieb das Programm als geprägt von „längeren Stints, geringeren Spritmengen und einer Mischung aus harten und weichen Reifen“ – ein anspruchsvollerer Testplan, der seinem wachsenden Vertrauen ins Auto Rechnung trug.
Über beide Einsätze hinweg absolvierte der 21-Jährige nahezu drei komplette Grand-Prix-Distanzen in einem Formel-1-Fahrzeug.
„Ein weiterer guter Tag auf der Strecke – es war großartig, wieder im MCL60 zu sitzen“, sagte Fornaroli nach dem Test in Silverstone. „Silverstone ist eine meiner Lieblingsstrecken, daher bin ich McLaren sehr dankbar für die Möglichkeit, dort erneut ein Formel-1-Auto zu fahren.“
Er fuhr fort: „Da es mein zweiter Test war, war der Ablaufplan anspruchsvoller. Ich konnte verschiedene Set-ups ausprobieren und mit unterschiedlichen Spritmengen fahren, was mein Verständnis für das Fahren eines Formel-1-Autos weiter vertieft. Ich bin sehr zufrieden mit dem heutigen Tag und konnte mich im Vergleich zu meinem Test vor ein paar Wochen erneut steigern. Ich fühle mich in diesen Autos immer wohler.“
McLaren hat bestätigt, dass Fornaroli auf verschiedenen Rennstrecken weitere Einsatzzeiten erhalten wird. Parallel dazu unterstützt er das Team weiterhin an der Strecke sowie im Simulator.
Für einen Fahrer, der vom Erfolg im Nachwuchsbereich in das anspruchsvolle Umfeld der Formel 1 wechselt, stellt die bislang gesammelte Kilometerleistung einen bedeutenden ersten Schritt dar – und zugleich ein klares Signal dafür, dass McLaren entschlossen ist, in seine Entwicklung zu investieren.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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