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Liam Lawson hat die erste Formel-1-Powerunit von Red Bull als „außergewöhnlich“ bezeichnet und die Fortschritte von Red Bull Powertrains (RBPT) gelobt – obwohl noch im vergangenen Jahr Unsicherheit rund um das Projekt herrschte.
In Partnerschaft mit Ford ist das in Milton Keynes ansässige Unternehmen in dieser Saison erstmals als Motorenhersteller in der Formel 1 aktiv. Über RBPT beliefert die Kooperation auch das Schwesterteam Racing Bulls und markiert zugleich Fords Rückkehr in die Königsklasse nach mehr als zwei Jahrzehnten – nachdem der Autobauer einst das Jaguar-Team an Red Bull verkauft hatte.
Die Erwartungen vor Saisonbeginn waren gedämpft. Während der Testfahrten und in den ersten beiden Rennwochenenden kamen Zuverlässigkeitsbedenken auf, was den Eindruck verstärkte, dass das Projekt Zeit zur Stabilisierung benötigen würde. Doch die bisherigen Leistungen haben diese vorsichtigen Prognosen übertroffen.
Vor dem Großen Preis von China sprach Lawson offen über den Stimmungswandel innerhalb des vergangenen Jahres.
„Ich finde es ehrlich gesagt außergewöhnlich“, sagte der Neuseeländer und verwies dabei auch auf Isack Hadjars Ausfall in Melbourne. „Wir hatten in Melbourne ein paar Probleme, und leider musste auch bei Red Bull ein Auto aufgeben.“
Ganz frei von Rückschlägen ist man zwar nicht geblieben, doch Lawson betonte, dass die Gesamtentwicklung deutlich ermutigender verlaufen sei, als viele im Team zunächst erwartet hatten.
„Mit den neuen Regeln ist so etwas zwar nicht unbedingt zu erwarten, aber ich denke, wir verstehen vieles inzwischen besser“, erklärte er. „So frustrierend es für uns alle auch ist – wenn ich daran denke, wo wir vor einem Jahr standen … da hörte man nichts wirklich Begeisterndes, und wir waren nicht besonders zuversichtlich. Und jetzt haben wir plötzlich einen ziemlich starken Motor.“
Dieser Wandel – von verhaltener Zuversicht zu greifbarer Wettbewerbsfähigkeit – prägt maßgeblich die frühe Geschichte von Red Bulls hauseigenem Motorenprogramm.
Auch wenn Lawson in Australien nach einem schlechten Start ohne Punkte blieb, konnte sein Racing-Bulls-Teamkollege Arvid Lindblad bei seinem Formel-1-Debüt am selben Wochenende direkt anschreiben.
„Für uns hat das in Melbourne wirklich geholfen“, sagte Lawson über den Einfluss des Motors. „Das ist extrem positiv. Natürlich lernen wir weiter und suchen im Saisonverlauf nach zusätzlicher Performance – das ist das Ziel. Aber ich denke, sie haben einen sehr, sehr guten Job gemacht.“
Lawson selbst meldete sich in Shanghai eindrucksvoll zurück und belegte sowohl im Sprint als auch im Grand Prix Rang sieben – ein klares Zeichen für die wachsende Konkurrenzfähigkeit des Gesamtpakets.
Für ein Projekt, das noch vor zwölf Monaten intern mit erheblichen Zweifeln behaftet war, hat der erste Motor von Red Bull Powertrains die Wahrnehmung rasch verändert – von vorsichtigem Optimismus hin zu echtem Vertrauen.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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