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Der Madring-Rennkurs in Madrid nimmt Gestalt an: neue Renderings vorgestellt

Die Organisatoren präsentieren detaillierte Renderings des 5,4 Kilometer langen Madring-Kurses in Madrid vor seinem Formel-1-Debüt 2026 – mit der um 24 % überhöhten Kurve La Monumental und der schnellen Valedebebas-Passage.

Der Madring-Rennkurs in Madrid nimmt Gestalt an: neue Renderings vorgestellt
© Madrid Circuit

Weniger als sechs Monate vor dem Eintreffen des Fahrerlagers in Spaniens Hauptstadt haben die Organisatoren des Großen Preises von Spanien 2026 eine neue Reihe von Renderings veröffentlicht, die die markantesten Abschnitte des Madring-Kurses im Detail zeigen. Der hybride Stadtkurs soll dem Formel-1-Kalender frischen Schwung verleihen. Die jüngsten Visualisierungen gewähren einen bislang einzigartigen Einblick in den architektonischen Anspruch der 5,4 Kilometer langen Strecke, die Barcelona als spanischen WM-Lauf ablösen wird.

La Monumental: Ein Spektakel mit Steilkurve

Das prägende Highlight des Kurses ist La Monumental, eine 550 Meter lange, um 24 % überhöhte Kurve in Turn 12. Die Organisatoren ließen sich bewusst von Madrids ikonischer Stierkampfarena Las Ventas inspirieren und übertragen deren theatralische Inszenierung in ein modernes Motorsport-Amphitheater. Das hoch überhöhte Halboval wird von Tribünen im Arena-Stil eingerahmt und soll rund 45.000 Zuschauern Platz bieten.

Theoretisch ermöglicht die Monumental-Passage ein Vollgas-Erlebnis, das an Steilkurven wie in Zandvoort erinnert. Allerdings könnten die Anforderungen der Energierückgewinnungssysteme der 2026er-Antriebseinheiten die Höchstgeschwindigkeiten etwas dämpfen – eine technische Nuance, die am Rennwochenende für spannende strategische Aspekte sorgen dürfte.

Die Valedebebas-Passage: Tempo und Atmosphäre

Ebenfalls von großer Bedeutung ist der Highspeed-Abschnitt von Valedebebas, eine schnelle Kurvenkombination in den Turns 14, 15 und 16, direkt im Anschluss an eine harte Bremszone in Turn 13. Strategisch gelegen in unmittelbarer Nähe zum Trainingsgelände von Real Madrid, unterstreicht dieser Streckenteil den urbanen Charakter des Designs. Die Pelouse-Fanzone im Inneren der Passage soll bis zu 50.000 Zuschauern Platz bieten und eine elektrisierende Atmosphäre entlang der Strecke garantieren.

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© Madrid Circuit

Streckenlayout und Herausforderungen zum Auftakt

Die 5,4 Kilometer lange Runde beginnt mit einer engen Turn-1-2-Schikane nur 200 Meter hinter der Start-Ziel-Linie – eine geometrische Gegebenheit, die nach Einschätzung der Organisatoren in Kombination mit den komplexen Startprozeduren 2026 und unterschiedlichen Leistungscharakteristiken der Antriebseinheiten für turbulente Anfangsphasen sorgen könnte. Anschließend führt der Kurs durch das urbane Umfeld, über einen Kreisverkehr und unter einer Autobahnbrücke hindurch, bevor es hinauf zur Monumental-Passage geht.

Baufortschritt und große Ticketnachfrage

Der Bau der Boxenanlage – ein zentrales Infrastrukturelement mit Teamgaragen, technischen Bereichen der FIA und dem VIP-Paddock-Club – hat begonnen, und die ersten Asphaltschichten werden bereits aufgetragen. Auch kommerziell stößt das Projekt auf große Resonanz: 70 % des Ticketkontingents für den Großen Preis von Spanien sind bereits vergeben, zusätzliche Hospitality- und reguläre Eintrittspakete für die wichtigsten Zuschauerbereiche sind nun erhältlich.

Der in Madrid geborene Williams-Pilot Carlos Sainz fungiert weiterhin als Botschafter der Strecke. Bereits im Juni 2025 testete er ein Formel-1-Fahrzeug auf Teilen des Kurses – ein emotionaler Moment, den er als „wahr gewordenen Traum“ beschrieb.

Der Madring ist das kühnste urbane Projekt der Formel 1 seit Miami und verspricht eine Bühne, auf der technisches Können und architektonische Dramatik aufeinandertreffen.

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