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Gerüchte, die durch das Formel-1-Fahrerlager kursieren, deuten darauf hin, dass der ehemalige Red-Bull-Pilot Mark Webber vor einer bedeutenden Rückkehr zum Team stehen könnte – möglicherweise, um in die Fußstapfen des langjährigen Beraters Helmut Marko zu treten.
Webber, der zwischen 2007 und 2013 für Red Bull fuhr, bleibt eine zentrale Figur in der Geschichte des Rennstalls. Mit 129 Einsätzen liegt er in der ewigen Bestenliste des Teams nur hinter Max Verstappen. Während seiner Zeit bei Red Bull sicherte sich der Australier neun Rennsiege und 19 Podiumsplatzierungen; 2010 war er zudem nah dran, den Weltmeistertitel zu gewinnen.
Obwohl Webbers Zeit als Fahrer von gelegentlichen Spannungen geprägt war – allen voran seine Frustration über die vermeintliche Bevorzugung seines Teamkollegen Sebastian Vettel und der berüchtigte Große Preis von Malaysia 2013, bei dem Vettel sich über Teamorder hinwegsetzte –, hat sich seine Beziehung zur Organisation nach seiner aktiven Karriere deutlich gewandelt. Seit er sich Ende 2013 aus der Formel 1 zurückzog und drei Jahre in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) verbrachte, ist Webber in eine Botschafterrolle für Red Bull geschlüpft. Berichten zufolge ist sein aktuelles Verhältnis zum Team „ausgezeichnet“.

Die Spekulationen konzentrieren sich auf die Vakanz, die durch Helmut Marko entstanden ist, der Ende 2025 nach seiner Tätigkeit für das Unternehmen seit 1999 zurückgetreten ist. Markos Hauptaufgabe war die Leitung des Red-Bull-Nachwuchsprogramms – ein Bereich, in dem Webber in jüngster Zeit Erfolge vorweisen konnte. Seit 2019 ist Webber maßgeblich am Management von Oscar Piastri beteiligt. Während frühere Gerüchte Sebastian Vettel mit der Beraterrolle in Verbindung brachten, sind diese Meldungen inzwischen verstummt.
Sollte Webber die Rolle des Chefberaters übernehmen, würde dies zwangsläufig Fragen bezüglich seines laufenden Managements von Oscar Piastri aufwerfen. Branchenübliche Präzedenzfälle deuten jedoch darauf hin, dass dies kein unüberwindbares Hindernis darstellen muss. Alpine-Boss Flavio Briatore managt Fernando Alonso, und Toto Wolff unterstützte Esteban Ocon weiterhin, nachdem der Fahrer Mercedes verlassen hatte.

Darüber hinaus gibt es Spekulationen, dass Webbers Ernennung die Verbindungen zwischen Piastri und dem Rennstall aus Milton Keynes stärken könnte. Angesichts der anhaltenden Ungewissheit über die langfristige Zukunft von Max Verstappen deuten Berichte darauf hin, dass Webber eine „Rolle dabei spielen“ könnte, den McLaren-Piloten ins Red-Bull-Lager zu holen. Webber hatte sich in der vergangenen Saison bereits „kritisch“ zur Rennphilosophie von McLaren während des internen Titelkampfs geäußert.
Da Webber Piastri nicht mehr zu den Rennen begleitet – und sich stattdessen gemeinsam mit seiner Frau Ann Neal auf die kommerziellen Angelegenheiten des Fahrers konzentriert –, könnte eine Rückkehr zu Red Bull ein neues Kapitel sowohl für den ehemaligen Fahrer als auch für das Team, das er einst sein Zuhause nannte, aufschlagen.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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