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Nach Monaten der Spekulationen und intensiver Verhandlungen hinter den Kulissen ist Max Verstappen nun offiziell für einen Start bei den Nürburgring 24 Stunden 2026 mit dem werksunterstützten Winward Racing Mercedes-AMG Performance Team bestätigt. Der vierfache Formel-1-Weltmeister wird vom 14. bis 17. Mai den #3 Mercedes-AMG GT3 pilotieren – ein bedeutender Moment sowohl für Verstappen als auch für die ikonischste Herausforderung im Langstreckensport.
Die Bestätigung ist der Höhepunkt eines strategischen Vorstoßes der Mercedes-Führung, um Verstappen den Zugang zum legendären Nordschleife-Event zu ermöglichen. Sogar Mercedes-Benz CEO Ola Källenius und Motorsportchef Toto Wolff unterstützten die Bemühungen persönlich, Terminkonflikte zu lösen – ein Beleg für die Dimension dieses Projekts.
Der Weg zu Verstappens Einstieg hing an der Lösung eines entscheidenden Terminproblems: Ein verpflichtendes Vorbereitungsrennen in der Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS) war erforderlich, doch jedes NLS-Event kollidierte mit F1-Läufen. Mercedes stellte daher offiziell den Antrag bei der NLS, den Saisonauftakt um eine Woche zu verschieben: NLS1 wurde vom ursprünglichen Termin am 15. März – der mit dem Großen Preis von China zusammenfiel – auf den 21. März verlegt. So entstand ein schmales Zeitfenster zwischen den F1-Stationen China und Japan. Diese strategische Anpassung des Kalenders erwies sich als entscheidend für Verstappens Teilnahme.

Verstappen hat persönlich ein beeindruckendes Fahrerquartett für den 24-Stunden-Marathon zusammengestellt. An seiner Seite fährt Lucas Auer, DTM-Vizemeister und starker Mercedes-AMG-Pilot, dessen Rivalität mit Verstappen bis in ihre Formel-3-Zeit 2014 zurückreicht. Die beiden weiteren Mercedes-AMG-Werksfahrer Jules Gounon und Daniel Juncadella – beide WEC-Hypercar-Piloten – komplettieren das Elite-Aufgebot. Alle drei bringen umfangreiche Nordschleife-Erfahrung mit und sorgen damit für einen konkurrenzfähigen und bestens vorbereiteten Angriff auf die Grüne Hölle.
Wertvolle Kilometer sammelt das Team beim verschobenen NLS2 am 21. März, das als entscheidende Vorbereitung vor dem 24-Stunden-Rennen dient.
Neben Verstappens Einstieg bringt Mercedes ein zweites Performance Team an die Nordschleife. Der #80 Mercedes-AMG GT3 wird von Maro Engel, Maxime Martin, Fabian Schiller und Luca Stolz gefahren – ein Quartett, zu dem auch Engel gehört, der Mercedes’ letzten Nürburgring-24H-Sieg 2016 einfuhr. Dieser doppelte Einsatz unterstreicht Mercedes’ ambitionierten Versuch, eine seit einem Jahrzehnt andauernde Durststrecke ohne Sieg bei dem legendären Langstreckenklassiker zu beenden.
Verstappens Nürburgring-24H-Debüt steht für Motorsport-Ambition auf höchstem Niveau: Ein Weltmeister stellt sich mit Werksunterstützung und Teamkollegen auf Meisterschaftsniveau der ultimativen Herausforderung des Langstreckensports.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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