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McLarens Rückkehr zu alter Stärke und neuen Titeln basiert auf mehr als reiner Performance. Laut Racing Director Randeep Singh hat eine grundlegende Veränderung der Arbeitsweise jenes Umfeld geschaffen, das den Aufschwung des Teams möglich machte.
Der Rennstall aus Woking wurde lange mit Ron Dennis verbunden, der während seiner langjährigen Führung zahlreiche Titel feierte. In den ersten Jahren der Turbo-Hybrid-Ära rutschte McLaren in der Formel-1-Hierarchie jedoch deutlich ab, bevor Dennis Ende 2016 von seinem Amt zurücktrat.
Zak Brown übernahm 2018 den Posten des McLaren-CEO und leitete damit ein neues kommerzielles Kapitel für das Team ein. Fünf Jahre später beförderte er Andrea Stella zum Teamchef. Seitdem hat McLaren einen kometenhaften Aufstieg hingelegt, der im vergangenen Jahr im Gewinn beider Titel gipfelte.
Diese Führungsstruktur hat auch den internen Umgang mit Fehlern verändert – ein Faktor, den Singh für entscheidend für den Fortschritt des Teams hält. McLarens umfassendere Strategie zur Verteidigung seiner Titelambitionen wird zudem in dieser Analyse zur Leistung der Antriebseinheit beleuchtet.

Singh erklärte gegenüber Sky F1, der entscheidende Wandel habe mit Brown und Stella eingesetzt. Beide hätten die Mitarbeiter dazu befähigt, ihre Aufgaben zu erfüllen, ohne Angst vor Fehlern haben zu müssen.
„Das Wichtigste ist, dass sich die Führung mit Andrea und Zak verändert hat. Ich glaube, dadurch wurden alle in die Lage versetzt, ihre Aufgaben zu erledigen“, sagte Singh.
Er verwies auf den Druck, der mit Entscheidungen wie der Rennstrategie verbunden ist. Deren Ergebnisse beruhen auf Wahrscheinlichkeiten, und Fehler können schnell teuer werden. In einem solchen Umfeld könne die Angst vor Beurteilung Menschen davon abhalten, ihre beste Leistung abzurufen.

„Es gibt keine Schuldzuweisungen. Ich weiß nicht, wie leicht man das übersehen kann“, fügte Singh hinzu.
Für McLaren geht es nicht darum, schlechte Entscheidungen zu vermeiden, sondern aus ihnen zu lernen. Singh zufolge analysiert das Team seine Fehler, versucht zu verstehen, was schiefgelaufen ist, und nutzt diesen Prozess zur Verbesserung. Einzelne Personen geraten dabei nicht zum Mittelpunkt der Kritik.
„Man macht sich keine Sorgen, wenn ein Ergebnis schlecht ausfällt“, erklärte er. „Wenn eine Entscheidung schlecht war, versucht man natürlich, sie genau zu untersuchen, zu verstehen und sich zu verbessern.“
Singhs Beschreibung deutet auf eine Kultur hin, die von Beständigkeit geprägt ist. Gute und schlechte Ergebnisse werden gleich behandelt; im Mittelpunkt steht der Fortschritt – nicht die Suche nach Schuldigen.
„Gute Dinge, schlechte Dinge – man behandelt sie auf dieselbe Weise. Das ist wirklich befreiend“, sagte er.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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