Red Bull bestätigt: Hadjars Genesung verläuft nach Plan

Hadjars Genesung bleibt die oberste Priorität
Red-Bull-Teamchef Laurent Mekies betont, dass die Genesung von Isack Hadjar nach seiner Handgelenksverletzung nach Plan verläuft – obwohl der Franzose die letzten drei Grands Prix der Formel 1 verpasst hat.
Hadjar zog sich die Verletzung bei einer Trainingseinheit während der Sommerpause zu. Liam Lawson vertrat ihn daraufhin im Red-Bull-Aufgebot, während Racing-Bulls-Ersatzfahrer Yuki Tsunoda für Hadjars eigentliches Team einsprang.
Ein Gespräch mit dem siebenfachen MotoGP-Weltmeister Marc Márquez überzeugte Hadjar zudem davon, sein Comeback nicht zu überstürzen. Márquez’ eigene Erfahrung – als er nach seinem Oberarmbruch beim Saisonauftakt 2020 in Jerez zu früh zurückkehrte – verdeutlichte, wie entscheidend das vollständige Auskurieren einer solchen Blessur ist.
Nach dem Großen Preis von Spanien am Sonntag erklärte Mekies, Hadjar sei vor Ort an der Rennstrecke gewesen und es gebe keinerlei Anlass zur Sorge über den Heilungsverlauf.
„Isack geht es gut, er ist gerade unten. Spaß beiseite, mit Isacks Genesung ist alles absolut in Ordnung“, so Mekies.

Er ergänzte, dass der aktuelle Zeitplan für die Art von Hadjars Verletzung völlig normal sei. Das Team werde die Lage in einer Woche neu bewerten, womit vor dem nächsten Event noch mehr als eine volle Woche verbleibe. Anschließend steht für Hadjar eine Evaluierung im Simulator an, bei der Racing Bulls analysieren kann, wie er auf die physischen Belastungen beim Fahren reagiert.
Entscheidung über Baku-Einsatz fällt spät
Mekies stellte klar, dass eine Rückkehr beim Großen Preis von Aserbaidschan allein vom körperlichen Zustand des Fahrers abhängt und nicht vom Rennkalender. Wenn der Pilot nahe an seiner vollen Fitness ist, wird das Team den Einsatz wagen. Andernfalls wird Red Bull seiner Genesung weiterhin Vorrang einräumen.
„Was wir keinesfalls wollen, ist, durch eine vorzeitige Rückkehr seine langfristige Fähigkeit zu gefährden, wieder bei 100 Prozent anzukommen“, erklärte Mekies.
Diese Ungewissheit bedeutet, dass sich Lawson mit beiden Teams auf das nächste Rennen vorbereiten muss. Dieses Arbeitspensum umfasst Einsätze in der Fabrik und zusätzliche Vorbereitung, wobei der Neuseeländer möglicherweise erst Mitte der Baku-Rennwoche erfährt, in welchem Cockpit er tatsächlich sitzen wird.

Lawson räumte ein, dass die parallele Vorbereitung auf zwei unterschiedliche Boliden extrem anspruchsvoll sei. Zwar habe er sich gegen Ende des Madrid-Wochenendes in Hadjars Auto zunehmend wohlgefühlt, die Rückkehr in seinen eigenen Red Bull stelle jedoch eine Herausforderung dar, da sich die beiden Fahrzeuge „völlig unterschiedlich fahren lassen“. Die endgültige Entscheidung könnte bis Mittwoch oder Donnerstag vor Baku offenbleiben. Die Planungen der Mannschaft laufen somit bei unklarer Fahrerbesetzung weiter, während die Baku 2026 Streckenkarte bereits verdeutlicht, welche extremen Anforderungen auf die Piloten warten.
Lawson holte in seinen drei Grands Prix für Red Bull 14 Zähler, belegt aktuell den neunten Platz in der Fahrerwertung und liegt damit 12 Punkte hinter Hadjar.
