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Mercedes hat bestätigt, dass ein Defekt am vorderen Bremskanal für das Problem in der Schlussphase des Rennens verantwortlich war, das Kimi Antonellis Hoffnungen auf den Sieg beim Großen Preis von Großbritannien der Formel 1 zunichtemachte.
Antonelli hatte sich nach einem schwachen Start zurückgekämpft und schloss in der letzten Rennphase immer weiter auf Charles Leclerc auf, wobei der Rückstand Runde um Runde schrumpfte. Was wie eine echte Chance auf den ersten Grand-Prix-Sieg aussah, löste sich schnell in Luft auf, als der Italiener dem Team über Funk ein Problem meldete.
Mercedes holte ihn für neue Reifen und einen neuen Frontflügel an die Box, um das Problem in den Griff zu bekommen, bevor Renningenieur Pete Bonnington ihm mitteilte, dass der Radschutz defekt sei, und ihn aufforderte, das Auto abzustellen. Antonelli entschied sich weiterzufahren, doch die Leistung des Wagens verschlechterte sich rapide und er fiel aus den Top 10 zurück.
Für einen tieferen Einblick, wie nah Antonelli vor dem Defekt an einem Angriff auf Leclerc dran war, lesen Sie unsere Analyse: Rennanalyse: Hat Antonelli den Sieg in Silverstone verschenkt?.
Der stellvertretende Technische Direktor von Mercedes, Simone Resta, hat nun die Ursache des Defekts geklärt und den Radschutz als Teil der vorderen Bremskanal-Baugruppe identifiziert.
„Viele von euch fragen nach Informationen darüber, was mit Kimis Auto im Rennen passiert ist“, sagte Resta in einem Mercedes-Video. „Es war schlichtweg ein Defekt an einem Teil des vorderen Bremskanals, das als Radschutz bezeichnet wird. Im Grunde genommen hatten wir 10 Runden vor Schluss einen Defekt, das Bauteil löste sich und begann, das Verhalten der Aufhängung und die Lenkung des Autos stark zu beeinträchtigen.“
Diese Erklärung unterstreicht, warum Antonellis Rennen so schwer zu kontrollieren wurde. Das Problem kostete nicht nur Rundenzeit; es beeinflusste das Fahrverhalten des Autos durch die Lenkung und die Aufhängung, sodass der Rookie in der Schlussphase mit einem beeinträchtigten Fahrzeug kämpfen musste.
Resta sagte, das Auto sei „sehr, sehr träge und fast unfahrbar“ geworden, lobte aber Antonellis Entschlossenheit, weiter auf Punktejagd zu gehen.
„Kimi war wirklich sehr, sehr widerstandsfähig. Er wollte das Auto auf der Strecke halten und sich die beste Chance auf Punkte sichern“, fügte Resta hinzu. „Nun, das Auto war, wie gesagt, sehr unfahrbar, und deshalb kam Kimi ein paar Mal von der Strecke ab. Leider kostete ihn das am Ende des Rennens eine Fünf-Sekunden-Strafe.“
Die Strafe für das Überschreiten der Streckenbegrenzung nahm ihm letztlich jede verbleibende Chance auf eine Belohnung und ließ Antonelli nach einem Rennen, das weitaus mehr versprochen hatte, auf dem 15. Platz zurück. Mercedes wird sich nun darauf konzentrieren, die Grundursache für den Defekt am Bremskanal zu verstehen, wobei Resta die Fahrt dennoch als weiteres starkes Zeichen für Leistung und Widerstandsfähigkeit seines jungen Fahrers bezeichnete.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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