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Mercedes hat klargestellt, warum George Russells Großer Preis von Ungarn mit einem dramatischen Rückfall von Platz sechs auf Rang 21 begann. Das Team betonte, der Vorfall sei „ohne eigenes Verschulden“ geschehen.
Russell war nach der Startplatzstrafe gegen seinen Teamkollegen Kimi Antonelli auf den sechsten Platz vorgerückt und hatte damit eine starke Ausgangsposition am Hungaroring. Stattdessen schaltete sich sein Anti-Stall-System beim Erlöschen der Startampeln ein. Dadurch lag er nur noch vor dem aus der Boxengasse gestarteten Sergio Perez – und jede Chance auf einen Angriff auf die vorausfahrenden Autos war unmittelbar dahin.
Die Erklärung lieferte Mercedes’ stellvertretender Teamchef Bradley Lord im Nachbesprechungsvideo des Teams. Lord sagte, die Motordrehzahl sei über den von Russell angeforderten Wert gestiegen, während der Fahrer die vorgeschriebenen Drehzahlen vor dem Start hielt. Anschließend erreichte die Drehzahl den Begrenzer des Motors, sodass Russell noch vor dem Start versuchen musste, die Kontrolle zurückzugewinnen.

„Das gelang ihm nicht. Als er das Gaspedal vollständig zurücknahm und die angeforderte Drosselklappenstellung auf unter zehn Prozent fiel, erloschen die Lichter“, erklärte Lord. „Er startete dadurch mit effektiv viel zu wenig Gas – ohne eigenes Verschulden. Das Anti-Stall-System griff ein, und so fiel er ans Ende des Feldes zurück.“
Der Ausfall dieser Startphase war besonders kostspielig, weil Russell sich unter den ersten sechs qualifiziert hatte und damit eine klare Chance auf Positionsgewinne besaß. Seine Reaktion machte aus dem beinahe vollständigen Rückschlag in der ersten Runde jedoch noch ein respektables Ergebnis.
Lord lobte Russells „unglaubliche Aufholjagd“. Im ersten Rennabschnitt arbeitete sich der Mercedes-Fahrer an den Autos vor ihm vorbei und kämpfte sich schließlich auf Platz sieben zurück. Die Ziellinie überquerte er nur wenige Sekunden hinter Red Bulls Isack Hadjar.

Mercedes ist überzeugt, dass das Endergebnis noch besser hätte ausfallen können. Russells zweiter Boxenstopp erfolgte eine Runde vor dem Einsatz des virtuellen Safety-Cars. Dadurch verpasste er die Möglichkeit, unter neutralisierten Bedingungen einen von Lord als „geschenkten Boxenstopp“ bezeichneten Reifenwechsel einzulegen. Mit diesem zeitlichen Vorteil hätte Russell nach Einschätzung des Teams höher als auf Platz sieben landen können.
Der Vorfall ist ein weiteres schwieriges Kapitel in Russells Saison, auch wenn seine Aufholjagd den Schaden begrenzte. Vor der Sommerpause der Formel 1 liegt er mit 160 Punkten auf Platz drei der Weltmeisterschaft – neun Punkte hinter Ferraris Lewis Hamilton und 59 hinter Antonelli. Der jüngste Rückschlag folgt auf das bereits zuvor aufgetretene Qualifying-Problem in Ungarn, das in Mercedes’ Bestätigung von Russells Antriebseinheitenwechsel beschrieben wurde. Der siebte Platz stellte jedoch sicher, dass das Wochenende nicht vollständig verloren war. Außerdem reiht sich der Vorfall in Russells Liste der Rückschläge 2026 ein.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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