Wird geladen

Mercedes hat bestätigt, dass Kimi Antonelli das erste freie Training beim Grand Prix von Barcelona-Catalunya an diesem Wochenende auslassen wird. Frederik Vesti übernimmt für die Auftaktsession sein Auto.
Der Wechsel ist Teil der verpflichtenden Rookie-Einsätze für die Saison 2026: Jedes Team muss im Verlauf der Saison in vier FP1-Sessions einen Rookie einsetzen. Mercedes ist mit dieser Änderung in Barcelona nicht allein, denn auch Williams und Cadillac passen ihre Freitagsaufstellungen an.
Vesti steigt in Antonellis Cockpit, während Mercedes seine Rookie-Verpflichtungen zu einem Zeitpunkt erfüllt, an dem der Stammfahrer mit enormem Rückenwind unterwegs ist. Der Däne ist als offizieller Ersatzfahrer von Mercedes bereits fest ins Team eingebunden, und das Auto wird damit jemandem anvertraut, der das Umfeld der Silberpfeile kennt.
Diese Kontinuität ist wichtig. Die Fahrzeit im FP1 ist begrenzt, und Teams können sich keine zerfahrene erste Stunde leisten, wenn die Vorbereitung auf das Rennwochenende beginnt. Vesti hat für Mercedes bereits mehrere erste freie Trainings absolviert, was helfen sollte, die operativen Auswirkungen des Verzichts auf einen Stammfahrer in der ersten Session gering zu halten.
Für Antonelli kommt die kurze Pause mitten in einer außergewöhnlichen Formphase. Der 19-Jährige reist zur siebten Saisonrunde mit einem 66-Punkte-Vorsprung auf Lewis Hamilton in der Fahrerwertung an – ein deutliches Zeichen dafür, wie eindrucksvoll er in diese Saison gestartet ist.
Antonellis Abwesenheit im ersten Training von Barcelona ändert nichts am größeren sportlichen Bild. Er hat fünf Rennen in Folge gewonnen und wurde zuletzt zum jüngsten Sieger des Großen Preises von Monaco. Mehr zur Bedeutung dieses Ergebnisses und zu seiner WM-Position lesen Sie in unserer Analyse, wie Antonelli seine Meisterschaftsführung nach Monaco auf 66 Punkte ausgebaut hat.
Mercedes wird den Freitag daher mit zwei Prioritäten angehen: die Rookie-Vorgabe erfüllen und gleichzeitig sicherstellen, dass Antonellis Wochenendvorbereitung nicht stärker beeinträchtigt wird als durch den unvermeidbaren Verlust der FP1-Fahrzeit. Mit Vesti im Auto setzt das Team auf eine bekannte Größe statt auf ein störanfälliges Experiment.
Auch andernorts im Feld wird es in Barcelona Veränderungen im ersten freien Training geben. Luke Browning ersetzt Alex Albon bei Williams – ein Schritt, der zum Rookie-Programm des Teams passt. Der Einsatz fügt sich in ein Barcelona-Wochenende ein, das ohnehin besondere Anforderungen stellt; mehr dazu in unserer Vorschau auf den Grand Prix von Barcelona-Catalunya 2026.
Cadillac gibt ebenfalls einem Rookie eine FP1-Chance: Colton Herta soll sein erstes freies Training für das neueste Team der Formel 1 bestreiten und dabei Sergio Perez ersetzen. Wie weit Cadillac bereits gekommen ist, zeigte zuletzt auch Perez’ starker Auftritt in Monaco, den wir in unserem Bericht zu Cadillacs knapp verpasstem ersten F1-Punkt eingeordnet haben.
Damit bekommt die Auftaktsession in Barcelona eine klar entwicklungsorientierte Note: Drei Teams müssen die unmittelbare Rennvorbereitung mit den strukturierten Rookie-Einsatzvorgaben der Saison 2026 in Einklang bringen.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
Kommentare (0)
Noch keine Kommentare
Seien Sie der Erste, der Ihre Gedanken teilt!
Beiträge werden geladen...