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Mercedes hat seinen Antrag auf eine FIA-Überprüfung der Ergebnisse des Großen Preises von Monaco zurückgezogen und damit den Versuch beendet, die Strafen, die George Russells Rennen zunichtemachten, neu bewerten zu lassen.
Die FIA gab den Rückzug am Donnerstag bekannt, und Mercedes bestätigte die Entscheidung am Freitagmorgen. Dieser Schritt folgt auf Gespräche zwischen der FIA und der Formula One Management (FOM), nach denen das Team zu dem Schluss kam, dass eine Fortsetzung des Verfahrens kein sinnvolles sportliches Ergebnis für Russell oder Mercedes bringen würde.
Mercedes hatte sein „Recht auf Überprüfung“ (Right of Review) geltend gemacht, nachdem Pierre Gaslys dritter Platz wiederhergestellt worden war. Alpine hatte das Ergebnis von Monaco unmittelbar nach Rennende angefochten und erfolgreich nachgewiesen, dass zwei gegen Gasly verhängte Strafen wegen Geschwindigkeitsüberschreitung in der Boxengasse fehlerhaft waren. Der entscheidende Faktor war das Eingeständnis der FOM, dem offiziellen Lieferanten der Zeitmesssysteme der Meisterschaft, dass die in Monaco verwendeten Messungen falsch waren.
Diese Entscheidung schuf ein größeres Wettbewerbsproblem. Vier weitere Fahrer waren während des Rennens für das gleiche Vergehen bestraft worden, darunter auch Russell. Für Mercedes war der Weg zu einem revidierten Ergebnis jedoch dadurch kompliziert, dass Russell zusätzlich eine Durchfahrtsstrafe erhielt, als er versuchte, die ursprüngliche Sanktion abzusitzen, und das Rennen letztlich außerhalb der Top 10 beendete.
Wie bereits berichtet, als die FIA den Antrag von Mercedes auf Überprüfung der Russell-Strafe in Monaco akzeptierte, war die Anhörung für Samstag, den 20. Juni, angesetzt, bevor sich das Team entschied, das Vorhaben aufzugeben.
Toto Wolff hatte bereits eingeräumt, dass es kaum eine Chance gebe, Russells Ergebnis zu revidieren, aber Mercedes hatte zunächst gehandelt, um seine Position innerhalb des begrenzten Zeitrahmens zu wahren.
Mercedes erklärte:
„Wir können bestätigen, dass wir unseren Antrag auf Überprüfung bezüglich der Strafen, die George Russell während des Großen Preises von Monaco erhalten und verbüßt hat, zurückgezogen haben.“
Das Team fügte hinzu:
„Nach der Entscheidung, die Zeitstrafe gegen Pierre Gasly aufzuheben, war es für uns wichtig, alle verfügbaren Optionen zu prüfen, um die Auswirkungen der Strafe gegen George wegen Geschwindigkeitsüberschreitung in der Boxengasse auf sein Rennergebnis zu adressieren.“
Mercedes erklärte zudem, dass der Antrag während des Rennwochenendes in Barcelona gestellt wurde, da das Zeitfenster für Maßnahmen begrenzt war. Nachfolgende Gespräche machten jedoch deutlich, dass eine Annullierung von Russells Durchfahrtsstrafe oder eine sportliche Kompensation realistisch nicht erreichbar war.
Mercedes teilte mit, dass die Diskussionen mit der FIA und der Formel 1 eine Entschlossenheit zeigten, die ungewöhnlichen Umstände zu untersuchen und die dahinterliegenden Faktoren anzugehen. Auf dieser Grundlage kam man zu dem Schluss, dass eine weitere Verfolgung des Falls weder dem Team noch dem Sport dienen würde.
Die breitere Kontroverse um Monaco ist damit noch nicht beendet. Red Bull und McLaren haben gegen die Ergebnisse protestiert, und die Angelegenheit wird nun vor das Internationale Berufungsgericht der FIA gehen. Wie bereits in anderen Berichten erwähnt, ist dies ein komplexes Chaos, das einen schwierigen Präzedenzfall für die F1 schafft.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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