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Mick Doohan hat Alpine scharf kritisiert und dem Team einen aus seiner Sicht unfairen Umgang mit seinem Sohn Jack Doohan vorgeworfen, nachdem der junge Australier zu Beginn der Formel-1-Saison 2025 nur ein kurzes Gastspiel für den Rennstall hatte.
Jack Doohan wurde Ende 2024 von Alpine in den Kader berufen und gab sein Formel-1-Debüt beim Saisonfinale in Abu Dhabi. Für die ersten Rennen der darauffolgenden Saison wurde er bestätigt, doch seine Position geriet schnell ins Wanken, nachdem Alpine vor dem neuen Jahr Franco Colapinto als Ersatzfahrer verpflichtet hatte.
Bereits nach sechs Rennen der Saison 2025 verkündete Alpine einen Fahrertausch, in dessen Zuge Doohan in die Rolle des Ersatzfahrers zurückgestuft wurde. Anfang 2026 verließ er das Team schließlich ganz – das Ende eines kurzen und turbulenten Kapitels bei der Mannschaft aus Enstone.
Rückblickend äußerte Mick Doohan in einem Interview mit Marca seinen Unmut über die Situation und deutete an, dass der Ausgang von Beginn an vorgezeichnet gewesen sei.
„Dazu kann ich eigentlich nichts sagen, aber ich halte es für unfair“, erklärte er. „Es war von Anfang an so. Sie haben einen Fahrer ersetzt, noch bevor die Saison überhaupt begonnen hatte. Und im Grunde war es das dann.“
Er verwies zudem auf die vertragliche Situation seines Sohnes und dessen Stellung im Nachwuchsprogramm von Alpine und ließ anklingen, dass sich die Erwartungen ohne nachvollziehbare Erklärung geändert hätten.
„Mein Sohn hatte einen langfristigen Vertrag; er war der erste Juniorfahrer, den Alpine nach oben geholt hat. Es war klar, aus Gründen, die ich nicht nennen kann, dass ein anderer Weg eingeschlagen wurde“, ergänzte Doohan. „Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.“

Trotz der Enttäuschung betonte Mick Doohan, dass sein Sohn mental stark geblieben sei und sich weiterhin voll auf den Rennsport konzentriere. Aktuell tritt Jack Doohan in Barcelona in der European Le Mans Series an und setzt seine Karriere vorerst abseits des Formel-1-Startfeldes fort.
Kurz nach seinem Abschied von Alpine bestätigte Haas, dass man sich die Dienste des 23-Jährigen als Ersatzfahrer gesichert habe. Mick Doohan machte deutlich, dass eine feste Rückkehr in die Formel 1 weiterhin das große Ziel sei – und konnte sich dabei einen letzten Seitenhieb gegen Alpine nicht verkneifen.
„Er ist jetzt bei Haas F1 als Ersatzfahrer, mit dem Ziel, sich ein Stammcockpit zu sichern – bei einem Team, das Verträgen mehr Bedeutung beimisst“, sagte er.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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