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Noel León wurde nach dem FIA-Formel-2-Hauptrennen in Spa-Francorchamps disqualifiziert. Grund für die Entscheidung war ein Verstoß gegen die Regeln bezüglich der Verwendung von Headset-Ausrüstung während der Rot-Flaggen-Phase.
Der Vorfall drehte sich um den Vorwurf, dass eine nicht-operativ tätige Person in der Boxengasse ein Headset mit Mikrofon verwendet habe. Die Rennkommissare stellten fest, dass dies gegen Artikel 21.5 und Anhang 5 des FIA-F2-Sportreglements verstieß.
Nach dem Rennen hörten die Kommissare Nikola Tsolov an – da León die Rennstrecke bereits verlassen hatte – sowie einen Vertreter von Campos Racing. Das Team erklärte, dass es sich bei der betroffenen Person um einen Gast handelte, der versehentlich das falsche Headset gegriffen hatte.
Diese Erklärung entband das Team jedoch nicht von seiner Verantwortung. Die Kommissare betonten, dass ein Team sicherstellen müsse, dass die an nicht-operatives Personal und Gäste ausgegebene Funkausrüstung den geltenden Anforderungen entspricht. Da der Gast eindeutig dem Auto mit der Startnummer 5 zugeordnet werden konnte, wurde die Disqualifikation nur gegen León ausgesprochen.
Die Entscheidung hat zudem weitreichendere Konsequenzen für Campos Racing: Dem Team wurden 25 Meisterschaftspunkte abgezogen, wobei diese Strafe jedoch zur Bewährung ausgesetzt ist. Sie wird nur dann wirksam, wenn Campos bei einer weiteren FIA-F2-Veranstaltung im restlichen Verlauf der Saison 2026 erneut gegen denselben Artikel des Reglements verstößt.
Das Urteil sorgt für eine weitere Wendung nach einem Hauptrennen, das bereits von Safety-Car-Phasen, einer Roten Flagge und zahlreichen Strafen geprägt war, wie wir in unserem Bericht über Rafa Câmaras chaotischen F2-Sieg beim Belgien-GP bereits ausführlich dargelegt haben.
Auch Dino Beganovic wurde bestraft. Er erhielt eine Zeitstrafe von fünf Sekunden, da er sich vor dem Startsignal bewegt hatte.
Nach Sichtung von Videobeweisen und Telemetriedaten kamen die Kommissare zu dem Schluss, dass der Fahrer des Autos mit der Startnummer 7 seine Reifen durchdrehen ließ und sich deutlich bewegte, nachdem das dritte Lichtsignal erschienen war, aber noch bevor das offizielle Startsignal gegeben wurde. Dies wurde als Frühstart gewertet.
Die Kommissare berücksichtigten jedoch auch die darauffolgenden Ereignisse: Der Fahrer des DAMS-Lucas-Oil-Teams würgte den Motor ab und wurde in die Boxengasse geschoben, bevor er das Hauptrennen vorzeitig beenden musste.
Unter Berücksichtigung dieses Ausfalls entschieden sich die Kommissare für die mildeste verfügbare Strafe: fünf Sekunden. Die Sanktion spiegelt somit sowohl den am Start begangenen Verstoß als auch die Tatsache wider, dass Beganovic das Rennen nicht fortsetzen konnte.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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