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Die letzte Trainingsstunde auf dem Red Bull Ring bot einen faszinierenden Einblick in die Kräfteverhältnisse vor dem Qualifying zum Großen Preis von Österreich 2026. Bei sengender Hitze und Streckentemperaturen von über 50 °C wurde das 3. Freie Training zur Generalprobe für das Qualifying – und Mercedes kristallisierte sich als das Team heraus, das es zu schlagen gilt, wenn auch nur mit hauchdünnem Vorsprung.
George Russell sicherte sich mit einer Zeit von 1:07,096 Minuten die Spitzenposition und verwies seinen Teamkollegen Kimi Antonelli um lediglich 0,038 Sekunden auf den zweiten Platz. Diese Session unterstrich die beeindruckende Pace von Mercedes auf einer einzelnen Runde. Russells schnellste Zeit gelang ihm auf gebrauchten weichen Reifen nach fünf Runden, was sowohl das Vertrauen als auch die Kontrolle unter Bedingungen unterstreicht, in denen der Reifenverschleiß ein großes Thema war.
Antonelli, der beide Trainingseinheiten am Freitag dominiert hatte, schien diesen Trend fortzusetzen, nachdem er den Großteil des 3. Trainings angeführt hatte. Er konnte jedoch aus seinem zweiten Satz weicher Reifen bei steigenden Streckentemperaturen keine weitere Leistungssteigerung herausholen. Dennoch spricht die Tatsache, dass seine frühere Rundenzeit bis zum Schluss konkurrenzfähig blieb, Bände über die Form des Teenagers an diesem Wochenende. Mercedes geht nun mit zwei Fahrern ins Qualifying, die fest davon überzeugt sind, um die Poleposition kämpfen zu können.
Ferrari zeigte im Vergleich zum Freitag deutliche Fortschritte. Lewis Hamilton sprang auf den dritten Platz und lag nur 0,115 Sekunden hinter Russells Bestzeit. Die aktualisierte Antriebseinheit schien Ferrari den nötigen Schub zu geben, und Hamilton wirkte deutlich wohler als noch im FP2, wo er mit blockierenden Rädern zu kämpfen hatte.
Charles Leclerc hingegen erlebte eine schwierigere Session. Zwar scheinen seine früheren Bremsprobleme gelöst zu sein, doch er beendete das Training auf dem siebten Platz und fand nie ganz in Hamiltons Rhythmus. Eine gestrichene Rundenzeit wegen Überschreitens der Streckenbegrenzung in Kurve 3 rundete eine frustrierende Stunde für den Monegassen ab, der weiterhin nach Sicherheit beim Einlenken in die Kurven zu suchen scheint.
McLaren absolvierte sein Programm unauffällig und bleibt fest in der Verfolgergruppe. Oscar Piastri belegte den vierten Platz, 0,248 Sekunden hinter der Bestzeit, während Lando Norris nur 0,016 Sekunden hinter seinem Teamkollegen auf Rang fünf landete. Beide Fahrer absolvierten zwei schnelle Runden auf den weichen Reifen – ein ermutigendes Zeichen, wenn man bedenkt, wie kritisch die C5-Mischung bei dieser Hitze ist.
Es bleibt abzuwarten, ob McLaren diese Position halten kann, wenn die Konkurrenz im Qualifying die Motoren weiter aufdreht, aber die grundlegende Pace sieht solide aus – besonders auf einer einzelnen Runde.
Max Verstappen beendete das 3. Training auf dem sechsten Platz, knapp über eine Zehntelsekunde hinter Norris, in einer für seine Verhältnisse eher unauffälligen Session. Nach einem durch Zuverlässigkeits- und Sitzprobleme gestörten Freitag evaluiert Red Bull weiterhin ein umfangreiches Upgrade-Paket. Wie Teamchef Laurent Mekies zugab: „Wenn man ein so großes Paket bringt, ist es kein Plug-and-Play. Wir befinden uns noch im Evaluierungsmodus.“
Isack Hadjar beeindruckte erneut und sicherte sich nach begrenzter Fahrzeit am Wochenende den achten Platz, während die Racing Bulls mit Liam Lawson und Arvid Lindblad auf den Plätzen neun und zehn ihre starke Form bestätigten.
Alpine erlebte eine positivere Session: Pierre Gasly landete auf Platz 11, und Franco Colapinto arbeitete sich spät auf den 14. Rang vor. Audi platzierte beide Autos solide im Mittelfeld, während Williams, Haas und Cadillac mit unterschiedlichen Schwierigkeiten zu kämpfen hatten – insbesondere Cadillac, die sich weiterhin von den Zuverlässigkeitsproblemen vom Freitag erholen müssen.
Aston Martin erlebte ein schwieriges 3. Training; Fernando Alonso und Lance Stroll bildeten das Schlusslicht und lagen deutlich hinter dem Tempo des Mittelfelds.
Mercedes sieht leicht im Vorteil aus, Ferrari ist zurück im Kampf und McLaren bleibt eine ernsthafte Bedrohung. Bei hohem Reifenverschleiß, strengen Streckenbegrenzungen und Abständen, die in Hundertstelsekunden gemessen werden, verspricht das Qualifying zum Großen Preis von Österreich eine der engsten Sessions der Saison zu werden.“,meta_description:

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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