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Gabriele Fornarolis erste Saison im Formel-1-Umfeld von McLaren hat sich in kurzer Zeit von einem Vorbereitungsprogramm zu einer ernsthaften Bewerbung um ein künftiges Stammcockpit entwickelt. Der 21-Jährige fuhr im März in Barcelona bei einem Test mit älteren Fahrzeugen erstmals ein Formel-1-Auto, bevor er im Juni am selben Ort sein Debüt im ersten freien Training (FP1) gab.
Fornaroli hinterließ sofort Eindruck und beendete die Session auf dem fünften Platz der Zeitenliste. Später absolvierte er weitere Testfahrten mit älteren Fahrzeugen für Haas in Jerez und trat in Ungarn zum zweiten Mal im FP1 für McLaren an. Neben den Kilometern auf der Strecke übernahm er zusätzliche Aufgaben im Teamumfeld und ist inzwischen Ersatzfahrer des Rennstalls aus Woking.
Seine Entwicklung wurde durch umfangreiche Simulatorarbeit, die Vorbereitung auf Freitage an Rennwochenenden und wiederholte Testmöglichkeiten unterstützt. Fornaroli erklärte, das Programm habe in jeder Session „gute Fortschritte“ hervorgebracht. Zugleich betonte er, dass seine FP1-Aufgabe in Barcelona vor allem darin bestand, McLaren bei der Sammlung aerodynamischer Daten zu helfen – nicht darin, Jagd auf die schnellste Runde zu machen.
Außerdem lobte er McLarens Nachwuchsprogramm. Dessen Mitglieder seien professionell und engagiert und wollten dafür sorgen, dass er den Prozess genießen könne. Dieses strukturierte Umfeld spiegelt die Kultur wider, die hinter McLarens jüngster Rückkehr an die Spitze steht. Fornarolis Aufgaben zeigen zugleich, wie viel umfassender die Anforderungen auf Formel-1-Niveau werden.

Fornaroli räumte ein, dass die Arbeit innerhalb eines Formel-1-Teams „eine andere Welt“ sei als in der Formel 2 oder Formel 3. Alles ist größer, die Arbeitsbelastung intensiver und deutlich mehr Menschen sind beteiligt. Dennoch glaubt er, dass ihm seine Erfahrung in anderen hochklassigen Rennserien geholfen hat, sich sowohl beruflich als auch persönlich anzupassen.
Sein Plan für die zweite Hälfte des Jahres 2026 ist klar: weitere Testfahrten mit älteren Fahrzeugen, zusätzliche FP1-Einsätze, mehr Stunden im Simulator, Unterstützung bei der Arbeit am Freitag und die fortgesetzte Zusammenarbeit mit McLarens Stammfahrern Oscar Piastri und Lando Norris.
Aufeinanderfolgende Titel in der Formel 3 und Formel 2 sowie seine ermutigenden Einsätze für McLaren und der separate Haas-Test haben zwangsläufig Spekulationen über eine Beförderung für 2027 ausgelöst. McLaren-CEO Zak Brown sagte, Fornaroli sei „definitiv würdig, in der Formel 1 zu sein“, und äußerte die Hoffnung, dass er sich ein Cockpit sichern kann.
Fornaroli spricht ebenso offen über seinen Ehrgeiz. Auf die Frage, ob ein Aufstieg in die Formel 1 realistisch sei, antwortete er: „Absolut. Wir arbeiten daran und versuchen, es möglich zu machen.“ Vorerst gilt seine Priorität jedoch der Gegenwart und der noch notwendigen Arbeit. Beim Saisonneustart beim Großen Preis der Niederlande vom 21. bis 23. August soll er wieder McLaren-Aufgaben übernehmen.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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