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Lance Stroll glaubt, dass Aston Martins umfassendes Upgrade für den Hungaroring das ermutigendste Entwicklungspaket in der Geschichte des Teams sein könnte. Damit zeichnet sich nach einer miserablen ersten Phase der Formel-1-Saison ein dramatischer Stimmungswandel ab.
Aston Martin hatte in den ersten elf Saisonrennen nur einen Punkt geholt und lag in der Konstrukteurs-WM auf dem letzten Platz, bevor das Team in Ungarn ein B-Spezifikationspaket mit 16 Komponenten einführte. Zwar blieben Stroll und Fernando Alonso auf dem Hungaroring ohne Punkte und belegten lediglich die Plätze 13 und 14, doch Aston Martin fand klare Hinweise darauf, dass der überarbeitete AMR26 Fortschritte gemacht hatte.
„Das war meiner Meinung nach das ermutigendste Upgrade seit wirklich, wirklich langer Zeit – vielleicht sogar in der Geschichte dieses Teams“, sagte Stroll gegenüber den Medien. „Also: wirklich gut.“
Die Überarbeitung ging weit über aerodynamische Änderungen hinaus. Aston Martin brachte ein leichteres, neu homologiertes Monocoque und Getriebe mit. Hinzu kam eine nahezu vollständige Überarbeitung der Aerodynamik – darunter Nase, Frontflügel, Unterboden, Diffusor, Seitenkästen, Motorabdeckung und die gesamte Heckflügel-Einheit.
Unabhängige Performance-Analysen schätzten den Gewinn des Pakets im Qualifying-Trimm auf etwa 1,4 bis 1,8 Sekunden pro Runde. Aston Martin hat diese offizielle Zahl allerdings nicht bestätigt. Das Ergebnis in Ungarn brachte somit keine unmittelbare Belohnung in Form von Punkten, doch die grundlegende Veränderung reichte aus, um die Perspektive des Teams zu verändern.
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Vor Ungarn war Alonsos zehnter Platz in Monaco Aston Martins einziges Punktergebnis. Zuverlässigkeitsprobleme, die bei den frühen Überseerennen vor allem mit der Batterie der Honda-Antriebseinheit zusammenhingen, hatten den fehlenden Speed zusätzlich verschärft.
Stroll erklärte, das Team habe einen deutlichen Schritt nach vorn gemacht. Gleichzeitig räumte er ein, dass Aston Martin noch ein gutes Stück vom vorderen Mittelfeld entfernt sei.
„Wir haben auf dem Hungaroring einen riesigen Schritt gemacht“, sagte er. „Wir sind nicht an der Spitze des Mittelfelds, aber wir sind mittendrin.“
Der Kanadier ergänzte, Aston Martin benötige weiterhin mehr Motorleistung und Abtrieb. Damit unterstrich er, dass das B-Spezifikationsauto eher eine Grundlage als eine fertige Lösung ist.
Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf Zandvoort. Dort wird Honda für Aston Martin einen deutlich überarbeiteten Verbrennungsmotor einsetzen. Es ist Hondas erstes Upgrade unter dem Konzessionssystem ADUO der Formel 1. Im Mittelpunkt stehen eine höhere Verbrennungseffizienz und eine Verringerung der Reibung. Berichten zufolge soll der Motor zwischen 30 und 50 PS mehr leisten, bestätigt ist diese Zahl im vorliegenden Material jedoch nicht.
Stroll erwartet, dass die Auswirkungen von der jeweiligen Strecke abhängen. Seiner Einschätzung nach könnte Aston Martin gegen Mercedes weiterhin Schwierigkeiten haben. Als anspruchsvollere, von Motorleistung geprägte Kurse nannte er Baku und Monza. Die Chancen des Teams dürften stattdessen auf Strecken steigen, auf denen Kurvengrip wichtiger ist als reine Antriebsleistung.
Für Aston Martin hat das Upgrade in Ungarn neuen Schwung gebracht. In Zandvoort wird sich zeigen, ob sich dieser Fortschritt mit einem spürbaren Schritt von Honda verbinden lässt.
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Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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