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Alisha Palmowski ließ keinen Zweifel an ihren Ambitionen auf die F1-Academy-Meisterschaft 2026 aufkommen und setzte im einzigen freien Training auf dem Shanghai International Circuit mit einer beeindruckenden Vorstellung aus Geschwindigkeit und Präzision die Bestzeit. Die Red-Bull-Racing-Pilotin markierte mit 2:04,550 Minuten die Referenz und verschaffte sich einen deutlichen Vorsprung von 0,467 Sekunden auf Ferrari-Juniorin Alba Larsen – ein frühes Ausrufezeichen in einer Saison, die intensive Konkurrenz verspricht.
Obwohl sie in den staubigen Anfangsbedingungen weniger Runden absolvierte als viele ihrer Konkurrentinnen, machte Palmowski ihre Stärke im letzten Streckenabschnitt zum entscheidenden Faktor. Die 19-jährige Britin steigerte sich im Verlauf der 40-minütigen Session kontinuierlich und lieferte schließlich eine Leistung ab, die die hohen Erwartungen an ihre zweite Saison eindrucksvoll unterstrich. Als Rückkehrerin im zweiten Jahr mit klaren Titelambitionen verschafft ihr diese souveräne Trainingsvorstellung einen wichtigen psychologischen Vorteil im Hinblick auf Qualifying und Rennen.
Die Session bot zudem einen packenden Schlagabtausch an der Spitze. Larsen, gestärkt aus der Off-Season, übernahm zunächst die Führung, bevor sie in kurzer Folge von Rachel Robertson, Emma Felbermayr und Rookie-Sensation Peyton Westcott verdrängt wurde, die eine 2:05,319 setzte. Die US-Amerikanerin im Mercedes zeigte eine beeindruckend schnelle Eingewöhnung in die Serie und belegte Rang drei – lediglich 0,024 Sekunden hinter Larsen. Ein Beleg für ihr enormes Potenzial und die wachsende Wettbewerbsfähigkeit der Neulinge.
Der 5,451 Kilometer lange Kurs in Shanghai verlangte allen Fahrerinnen höchste Präzision und Mut ab. Die technisch anspruchsvolle Anfangssequenz durch die Kurven 1 bis 4 sowie das intensive Reifenmanagement auf der 1,2 Kilometer langen Geraden zwischen Kurve 13 und 14 stellten eine harte Prüfung für Fahrzeugbeherrschung und strategisches Geschick dar. Ein kurzer Dreher von Shi Wei in Kurve 1 verdeutlichte die Fehleranfälligkeit der Strecke – insbesondere bei geringen Grip-Verhältnissen.
Palmowskis Teamkollegin Rafaela Ferreira von Campos Racing sicherte sich Rang vier und unterstrich damit die Wettbewerbsfähigkeit des spanischen Teams. Lisa Billard war als zweitschnellste Rookie Fünfte, während Mathilda Paatz, Ella Lloyd und Emma Felbermayr die weiteren Spitzenplätze belegten. Das zeigt, wie breit das Talent im Feld über mehrere Teams hinweg verteilt ist.
Mit nur einer einzigen Trainingssession zur Vorbereitung auf die anspruchsvolle Strecke in Shanghai standen sowohl die erfahrenen Fahrerinnen als auch die elf Rookies vor erheblichen Herausforderungen. Das Qualifying, angesetzt auf 14:10 Uhr Ortszeit, bietet die nächste Gelegenheit, die tatsächliche Kräfteverteilung zu bestimmen. Für das erste Rennen werden die Top Acht in umgekehrter Reihenfolge aufgestellt.
Palmowskis eindrucksvolle Vorstellung sendet eine klare Botschaft: Der Titelkampf hat begonnen.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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