FIA bestÀtigt: Q3 wird im F1-Qualifying 2026 auf 13 Minuten verlÀngert

WĂ€hrend sich die Formel-1-Saison 2026 an diesem Wochenende auf ihren Auftakt in Melbourne vorbereitet, hat die FIA eine kleine, aber bemerkenswerte Anpassung am Qualifying-Format bestĂ€tigt. Der abschlieĂende Q3-Abschnitt dauert kĂŒnftig 13 Minuten statt der traditionellen 12 Minuten â eine moderate VerlĂ€ngerung des mit Spannung erwarteten Shootouts um die Pole Position.
Auch wenn die Ănderung zunĂ€chst gering wirkt, spiegelt sie umfassendere regulatorische Anpassungen wider, die durch Cadillacs Einstieg als 11. Team in der F1 notwendig wurden. Das erweiterte Starterfeld hat den Weltverband dazu veranlasst, die Qualifying-AblĂ€ufe neu zu justieren, um der höheren Zahl an Konkurrenten gerecht zu werden, die um einen Platz im Kampf um die Top Ten ringen.
Die Anpassung durch das gröĂere Starterfeld
Die Ăberarbeitung des Qualifying-Formats geht ĂŒber die Dauer von Q3 hinaus. Mit Cadillac im Feld hat die FIA die Eliminierungskriterien in den frĂŒheren Segmenten angepasst. Statt wie bisher die fĂŒnf langsamsten Fahrer am Ende von Q1 und Q2 auszusortieren, scheiden nun in jeder Session sechs Autos aus â sodass weiterhin exakt 10 Fahrer den finalen Shootout um die Pole bestreiten.
Um die zusĂ€tzliche Minute in Q3 auszugleichen, hat die FIA die Pause zwischen Q2 und Q3 von acht auf sieben Minuten verkĂŒrzt. So bleibt die Gesamtdauer der Qualifying-Stunde unverĂ€ndert â lĂ€ngere TV-Sendezeiten werden vermieden, wĂ€hrend die sportliche Fairness gewahrt bleibt.

Kontext und strategische Auswirkungen
Die genaue BegrĂŒndung fĂŒr die VerlĂ€ngerung von Q3 bleibt etwas unklar, auch wenn es plausibel ist, dass die FIA gelegentliche Szenen vermeiden wollte, in denen Fahrer es nicht schaffen, innerhalb der vorgegebenen Zeit noch eine letzte Runde zu beginnen. Historisch entstehen solche Situationen eher durch taktisches âTraffic-Managementâ â Teams schicken ihre Autos bewusst spĂ€t raus, um von optimalen Streckenbedingungen zu profitieren â als durch eine zu kurze Session.
Die zusÀtzliche Minute könnte nur marginale Vorteile bringen, wobei einige Analysten bezweifeln, dass Teams tatsÀchlich zusÀtzliche Runs versuchen oder die ZeitverlÀngerung schlicht damit endet, dass die Autos weiterhin in den Garagen stehen.

Monacos umstrittene Regel wird zurĂŒckgenommen
Neben den Qualifying-Ănderungen hat die FIA auch die verpflichtende Zwei-Stopp-Regel in Monaco gestrichen, die erst im vergangenen Jahr eingefĂŒhrt worden war. Die Vorschrift sollte Ăberholmanöver und taktische Vielfalt auf dem notorisch schwierigen Stadtkurs im FĂŒrstentum fördern, fĂŒhrte jedoch stattdessen zu einer Prozession, in der Teams die Regel taktisch ausnutzten â berĂŒchtigt etwa dadurch, dass Fahrzeuge absichtlich das Feld aufhielten, um Boxenstopp-Fenster zu schaffen.
Dass die FIA nach nur einer Saison wieder zurĂŒckrudert, zeigt ihre Bereitschaft, auf Feedback zu reagieren â zugleich ist im Paddock unklar, welche taktischen Elemente an die Stelle der umstrittenen Zwei-Stopp-Vorgabe treten werden.
Ausblick auf Melbourne
Die Saison 2026 beginnt an diesem Wochenende, das Qualifying findet am Samstag, den 7. MĂ€rz, um 16 Uhr Ortszeit (AEDT) statt, gefolgt vom Rennen am 8. MĂ€rz. Melbournes wechselhaftes Wetter ist ein zusĂ€tzlicher Faktor: Gewitterwarnungen fĂŒr Victoria begleiten die Teams, wĂ€hrend sie ihre Vorbereitungen abschlieĂen.
Diese Feinjustierungen unterstreichen die fortlaufende Entwicklung der Formel 1, wĂ€hrend der Sport die wohl bedeutendste Regelreform der jĂŒngeren Vergangenheit bewĂ€ltigt â und dabei eine gröĂere Teilnehmerzahl mit sportlicher IntegritĂ€t und Unterhaltungswert in Einklang bringen muss.
