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Ralf Schumacher behauptet, dass Mercedes einen Vorstoß unternommen hat, um Max Verstappen von Red Bull abzuwerben. Der vierfache Weltmeister soll das Angebot jedoch aufgrund der finanziellen Konditionen abgelehnt haben.
Im Podcast Backstage Boxengasse erklärte der ehemalige Formel-1-Pilot, dass die Situation um Verstappens Zukunft hinter den Kulissen weiterhin in Bewegung sei. Mercedes-Teamchef Toto Wolff soll sein Interesse konkret bekundet haben.
„Bei Ferrari ist aktuell kein Platz“, so Schumacher. „Und bei Mercedes hört man, dass Wolff ihm hinter den Kulissen ein Angebot gemacht hat. Aber dieses Angebot war finanziell offenbar so schlecht, dass es ohnehin keine Option ist. Das ist anscheinend das, was gerade hinter den Kulissen passiert.“
Verstappen wurde immer wieder mit einem möglichen Abschied von Red Bull in Verbindung gebracht, während Wolff im vergangenen Jahr öffentlich Interesse an einer Zusammenarbeit zwischen Mercedes und dem Niederländer bekundete. Die Spekulationen wurden durch Verstappens eigene Ungewissheit über seine langfristige F1-Zukunft befeuert; er hat mehrfach zugegeben, dass er mit der Ausrichtung des Sports in Bezug auf Technologie, Reglement und Rennwochenend-Formate unzufrieden ist.
Schumachers Einschätzung ist nicht einfach nur, dass Mercedes den Wert von Verstappen nicht erkannt hat. Er glaubt, dass das Ausmaß des angeblichen Angebots durchaus beabsichtigt gewesen sein könnte, geprägt von der aktuellen Wettbewerbsposition von Mercedes und den Investitionen in Kimi Antonelli.
Mercedes ist in diesem Jahr an die Spitze zurückgekehrt und hat sechs der ersten sieben Saisonrennen gewonnen. Antonelli ist in seiner zweiten Saison zu einer zentralen Figur dieses Aufschwungs geworden und hat sich in den Titelkampf gefahren. Sein steigender Status macht ihn zu einem immer wichtigeren Teil der Zukunftsplanung von Mercedes – ein Thema, das sich auch in der jüngsten Berichterstattung über Antonellis anspruchsvolles Wochenende in Barcelona widerspiegelt.
Schumacher deutete an, dass Mercedes sein finanzielles Paket deutlich verbessern muss, sollte Antonelli seinen aktuellen Kurs beibehalten – was einen teuren Verstappen-Deal schwerer rechtfertigbar macht.
„Ich glaube, das ist Absicht“, sagte Schumacher. „Ich habe es schon einmal gesagt: Warum sollte Wolff den teuren Max Verstappen neben Kimi Antonelli setzen – den nächsten Superstar, wenn alles nach Plan läuft?“
Für Schumacher ist das sportliche Risiko genauso groß wie das finanzielle. Eine Paarung von Verstappen und Antonelli würde eine volatile interne Dynamik erzeugen, genau in dem Moment, in dem Mercedes wieder an Fahrt gewinnt.
„Dann hätte er zwei Fahrer im Team, die gegeneinander kämpfen“, fügte er hinzu. „Er erinnert sich noch gut an die Zeiten von Nico Rosberg und Lewis Hamilton, und das ist das Letzte, was man will. Vor allem würde er Kimi gefährden. Also ergibt das eigentlich überhaupt keinen Sinn.“
Nach dieser Lesart mag Mercedes die Tür für Verstappen einen Spalt offen gelassen haben – aber nicht weit genug, um die Struktur zu stören, die man bereits um Antonelli herum aufbaut.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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