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Carlos Sainz hat so deutlich wie nie zuvor angedeutet, was er nach seiner Zeit in der Formel 1 in Angriff nehmen möchte. Der 24-Stunden-Klassiker von Le Mans ist für die nächste Phase seiner Motorsportkarriere ein großes Ziel.
Der Williams-Pilot sprach im Podcast Team Torque gemeinsam mit seinem Teamkollegen Alex Albon über seine langfristigen Pläne. Auf die Frage, wo er sich in 10 bis 15 Jahren sehe, antwortete Sainz: „Ich sehe mich in einer anderen Kategorie antreten.“
Anschließend wollte Albon wissen, ob der Spanier eine Art motorsportliche „Checkliste“ habe, die er noch abarbeiten wolle. Sainz’ Antwort fiel eindeutig aus: „Ich möchte wirklich in Le Mans fahren.“
Sein Wunsch ist nicht auf eine einzige mögliche Rennserie beschränkt. Sainz sprach ausdrücklich von einem Einsatz in der Topklasse Hypercar. Gleichzeitig könnte er sich auch ein GT3-Programm mit Freunden vorstellen, sollte sich die passende Gelegenheit ergeben.
„Wenn du ein gutes GT3-Team zusammenstellst, von dem ich weiß, dass ich damit Spaß haben würde, könnte ich mir das ebenfalls gut vorstellen“, sagte er.

Sainz’ Aussagen zeigen, dass sein Interesse am Langstreckensport ebenso stark vom Spaß wie vom Wettbewerb geprägt ist. Nach der Formel 1 möchte er den Motorsport aus einer anderen Perspektive erleben – und nicht weiterhin demselben Maß an Verantwortung und öffentlicher Beobachtung ausgesetzt sein.
„Jetzt tragen wir Verantwortung, stehen unter Druck und müssen für ein Team einstehen sowie Ergebnisse liefern. In Zukunft könnten wir es einfach für uns selbst tun“, erklärte Sainz. „Motorsport aus purer Freude – und ich finde tatsächlich, dass das die coolste Art ist, Sport zu betreiben.“

Diese Sichtweise steht in deutlichem Kontrast zu den Anforderungen seiner aktuellen Aufgabe bei Williams. Sainz erlebt eine schwierige Saison 2026 und liegt mit sechs Punkten auf Platz 15 der Fahrerwertung. Albon belegt mit fünf Zählern Rang 16. Williams ist damit in der Konstrukteurswertung mit elf Punkten Neunter. Albon hat den Rückschlag für Williams’ Neuaufbau bereits beschrieben und damit das Ausmaß der aktuellen Herausforderung für das Team unterstrichen.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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