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Ralf Schumacher glaubt, dass Carlos Sainz ein Angebot abgelehnt hat, über die Formel-1-Saison 2026 hinaus bei Williams zu bleiben. Damit stellen sich neue Fragen zur Zukunft des Spaniers und zu seinem Verhältnis zu Teamchef James Vowles.
Sainz wechselte 2025 zu Williams und unterschrieb zunächst einen Vertrag über zwei Jahre, der Optionen für 2027 und 2028 enthielt. Er kam nach Grove, nachdem Ferrari seinen Vertrag nicht verlängert hatte, um Lewis Hamilton zu verpflichten. Sainz setzte dabei auf die Pläne von Williams für das neue Reglement ab 2026.
Der erwartete Fortschritt ist bislang jedoch ausgeblieben. Williams liegt zur Sommerpause auf Rang neun der Konstrukteurswertung, während Sainz mit sechs Punkten Platz 15 in der Fahrer-WM belegt. Sein jüngstes Top-Ten-Ergebnis holte er in Kanada mit Rang neun.
Williams startete nach Verzögerungen bei der Fertigstellung des FW48 mit einem Rückstand in die Saison. Das Auto war zu Jahresbeginn deutlich zu schwer und leidet weiterhin unter aerodynamischer Instabilität. Zwar bereitet das Team für den Großen Preis von Aserbaidschan ein Upgrade-Paket vor, doch Vowles erwartet nicht, dass damit alle Probleme von Williams gelöst werden.
Vor diesem Hintergrund wird Sainz für 2027 mit möglichen Wechseln zu Aston Martin oder Alpine in Verbindung gebracht. Williams soll ihm zudem ein kolportiertes Angebot über 25,5 Millionen Pfund für einen Verbleib vorgelegt haben – eine Offerte, die eine deutliche Gehaltserhöhung bedeuten würde.
Schumacher sagte gegenüber Sky Sport Deutschland, er sei nach den Berichten über Sainz’ Absage „neugierig“ auf die weitere Entwicklung. Er fragte sich, ob die Entscheidung mit einer möglichen Lücke bei Red Bull nach einem Weggang von Max Verstappen zusammenhängen könnte – oder mit einem Wechsel zu McLaren oder Audi.
„Bei Williams ist die Lage angespannt. Das Team hat beim Auto einen riesigen Fehler gemacht“, sagte Schumacher. Vowles habe möglicherweise unterschätzt, wie schwierig es sei, unter dem neuen Reglement ein Auto von Grund auf zu entwickeln. „Da muss es zwangsläufig auch zu einem Zusammenstoß kommen.“
Auch Audi gilt als mögliches Ziel. Das Team hat allerdings klargestellt, dass es derzeit nicht plant, Nico Hülkenberg oder Gabriel Bortoleto für 2027 zu ersetzen. Weitere Hintergründe zur möglichen Red-Bull-Option liefert der Artikel Sainz’ Red-Bull-Wechsel könnte sich bis 2028 weiter verzögern.
Schumacher glaubt, dass ein Zerwürfnis zwischen Verstappen und Red Bull den Fahrermarkt für 2027 neu ordnen könnte. Verstappen hat sich deutlich gegen das Motorenreglement für 2026 ausgesprochen. Seit der Sommerpause kann er Red Bull zudem verlassen, nachdem eine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag aktiviert wurde.
Mercedes und McLaren sollen Interesse an Verstappen gezeigt haben. Schumacher glaubt außerdem, dass Verstappen überzeugt wäre, Lando Norris bei McLaren schlagen zu können, sollten beide Teamkollegen werden. Damit hängt Sainz’ nächster Schritt davon ab, wie sich die freien Plätze bei den Spitzenteams entwickeln.
Im weiteren Kontext der Verstappen-Situation lohnt sich auch ein Blick auf den Bericht Red Bull bietet Verstappen offenbar Fünfjahresvertrag bis 2033 an.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.