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Carlos Sainz prüft einen Wechsel weg von Williams, sobald sein Vertrag am Ende der Saison 2026 ausläuft. Die attraktivsten Alternativen könnten jedoch nicht sofort verfügbar sein.
Der Spanier wechselte 2025 zu Williams und unterschrieb zunächst für zwei Jahre, nachdem Ferrari von einer Verlängerung seines Vertrags abgesehen hatte. Williams’ Pläne für das Reglement 2026 überzeugten Sainz, Interesse von Audi und Alpine abzulehnen. Berichten zufolge enthielten die Optionen zudem Vereinbarungen für die Saisons 2027 und 2028. Diese Erwartungen wurden von der Leistung des Teams bislang nicht erfüllt.
Williams startete 2026 mit einem zu schweren Auto, dem es an Abtrieb fehlte. Verzögerungen bei der Fertigstellung des FW48 führten außerdem dazu, dass der Rennstall den Rückstand aufholen musste. In Grove setzt sich inzwischen die Erkenntnis durch, dass das für den Großen Preis von Aserbaidschan im September geplante große Upgrade die Saison voraussichtlich nicht grundlegend verändern wird.
Die jüngste Unsicherheit über Sainz’ Zukunft wurde bereits in Berichten über einen möglichen Williams-Nachfolger thematisiert. Die größere Frage lautet jedoch: Wohin könnte der Spanier als Nächstes wechseln?
Audi dürfte für 2027 nicht verfügbar sein, da Nico Hülkenberg und Gabriel Bortoleto voraussichtlich im Team bleiben. Sainz soll außerdem stark an Aston Martin und Alpine interessiert sein, falls bei einem der beiden Teams ein Cockpit frei wird.
Nun ist Red Bull als mögliches Ziel hinzugekommen. Laut der italienischen Sportzeitung Gazzetta dello Sport könnte der Wechsel allerdings erst ab 2028 zu einer „echten Option“ werden. Red Bull wolle seine Fahrerpaarung für 2027 demnach nicht verändern und Isack Hadjar eine weitere Saison an der Seite von Max Verstappen einsetzen.
Sainz müsste dann entscheiden, ob er ein weiteres Jahr bei Williams bleibt und auf eine mögliche Lücke in Milton Keynes wartet. Dieses Abwarten wäre mit einem erheblichen Risiko verbunden, falls Aston Martin oder Alpine ihm für 2027 ein Cockpit anbietet.
Sainz’ spannendste kurzfristige Option könnte von Fernando Alonsos Plänen abhängen. Alonso dürfte die Upgrades von Aston Martin nach der Sommerpause genau beobachten, bevor er über seine Zukunft entscheidet. Honda soll den Motor des Teams zudem weiterentwickeln. Zuletzt wurde auch über eine mögliche Rückkehr zu Alpine spekuliert.
Aston-Martin-Eigentümer Lawrence Stroll soll Sainz als bevorzugten Kandidaten für die Nachfolge Alonsos betrachten. Sollte Alonso bleiben, könnte Alpine stattdessen Franco Colapinto durch Sainz ersetzen und ihm möglicherweise einen Einjahresvertrag für 2027 anbieten. Eine solche Vereinbarung würde die Tür zu Audi oder Red Bull im Jahr 2028 offenhalten.
Für den Moment scheint Sainz’ Red-Bull-Ambition möglich, aber keineswegs unkompliziert. Er muss zwischen einem konkurrenzfähigen Cockpit für 2027 und dem Risiko abwägen, auf eine spätere Chance zu setzen, die sich letztlich nicht ergeben könnte.
Weitere Hintergründe liefern die aktuellen Entwicklungen bei Aston Martin, Alonsos Zukunftspläne und Audis Position im Fahrermarkt.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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