Wird geladen

Technikdirektor Pierre Waché betont, dass sich das Ziel von Red Bull trotz der schwierigen ersten Saisonhälfte 2026 nicht geändert hat: Der RB22 soll zu einem siegfähigen Rennwagen werden.
Beim Großen Preis von Ungarn, bei dem Max Verstappen als Zweiter Red Bulls bestes Ergebnis des Jahres egalisierte, skizzierte Waché ein Entwicklungsprogramm, das bis zum Saisonende laufen soll. Die Priorität ist klar: Das Team muss genügend Leistung zurückgewinnen, um die erste sieglose Saison seit 2015 zu verhindern.
Dasselbe Szenario droht auch Verstappen. Er könnte erstmals seit seinem Debütjahr 2015 bei Toro Rosso eine Saison ohne Sieg beenden. Die Situation hat zudem das Interesse an seiner Zukunft verstärkt – wie auch unser Bericht über Stefano Domenicalis Gespräche mit Verstappen zeigt.
Die Regeln für 2026 haben mehrere Schwächen im Red-Bull-Paket offengelegt. Der RB22 kämpft mit einem engen Arbeitsfenster, anhaltenden Balanceproblemen und zu hohem Gewicht. Frühe Zuverlässigkeitsprobleme an der Antriebseinheit führten zu Ausfällen von Verstappen und Isack Hadjar. Zudem nahm ein versteckter Defekt an der Lenkung den Fahrern in den ersten Rennen das Gefühl für die Vorderachse, bevor er entdeckt und behoben wurde.
Die Behebung dieser Probleme hat Red Bulls Wettbewerbsposition bislang jedoch nicht grundlegend verändert. Nach elf Rennen ist das Team weiterhin ungefähr das viertschnellste hinter Mercedes, Ferrari und McLaren – und wartet noch immer auf den ersten Sieg der Saison.
Waché räumte ein, dass die Entwicklung nicht unbegrenzt fortgesetzt werden kann. „Was die Effizienz betrifft, gibt es in den Regeln sicherlich einige Einschränkungen, die unsere Möglichkeiten begrenzen könnten“, sagte er den Medien.
Trotzdem betrachtet Red Bull jedes verbleibende Update als Chance, das Auto besser zu verstehen und weitere Leistung herauszuholen. „Wir versuchen, das Auto zu verbessern. Klar ist: Wir haben bis zum Jahresende einen Entwicklungsplan“, erklärte Waché.
Auf die Frage, ob Verstappen weiterhin Siege anpeilen könne, gab Waché keine klare Prognose ab. In puncto Zielsetzung war seine Antwort jedoch eindeutig: „Wir wollen in diesem Jahr um Siege kämpfen.“
Er ergänzte, Red Bull werde jede verfügbare Maßnahme ergreifen, um den Wagen siegfähig zu machen – für Verstappen ebenso wie für Hadjar. Die Herausforderung besteht nicht mehr nur darin, die Fehler des RB22 aus der ersten Saisonhälfte zu korrigieren. Nun muss das Team die daraus gewonnenen Erkenntnisse in die nötige Geschwindigkeit umwandeln, um wieder ganz oben auf dem Podium zu stehen.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
Kommentare (0)
Noch keine Kommentare
Seien Sie der Erste, der Ihre Gedanken teilt!
Beiträge werden geladen...