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Red Bull: Österreich-Upgrade schließt Lücke zur F1-Spitze nicht

Red Bull erklärt, dass das RB22-Upgrade für den GP von Österreich wichtig ist, aber nicht ausreicht, um die Lücke zu Mercedes, Ferrari und McLaren zu schließen.

Red Bull: Österreich-Upgrade schließt Lücke zur F1-Spitze nicht
© Getty Images

Red Bull wird ein umfangreiches Upgrade-Paket zum Großen Preis von Österreich mitbringen, doch das Team hat bereits die Erwartungen an den nächsten Entwicklungsschritt des RB22 gedämpft.

Nach einem enttäuschenden Wochenende in Barcelona-Catalunya, bei dem Red Bull in Sachen reiner Geschwindigkeit hinter Mercedes, Ferrari und McLaren zurückblieb, gaben sowohl Laurent Mekies als auch Max Verstappen eine klare Einschätzung ab: Die Updates für Österreich sind zwar wichtig, werden aber nicht ausreichen, um Red Bull auf das Niveau der aktuellen Benchmark-Teams in der Formel 1 zu heben.

Barcelona legte die Grenzen des RB22 offen

Red Bull kam nicht mit leeren Händen nach Spanien. Das Team führte überarbeitete Frontflügel-Geometrien ein, die den lokalen Anpressdruck und die Luftführung verbessern sollten, sowie eine stärker gewölbte Flap-Konstruktion, um das Balance-Fenster des Autos zu erweitern.

Das Ziel war klar: Das Vorderteil des RB22 stabiler zu machen und Verstappen eine konstantere Plattform über verschiedene Kurventypen hinweg zu bieten. Doch der Ertrag war bescheiden. Red Bull schaffte es nicht in den Kampf um das Podium, und Verstappens vierter Platz wurde vom Fahrer selbst als ein Ergebnis bezeichnet, das eher den Umständen als der reinen Leistung geschuldet war.

„Ich hatte etwas Glück mit dem vierten Platz und es war ein einsames Rennen für mich. Ich denke, dass wir mit allen drei Reifenmischungen langsamer waren als die Autos vor uns“, sagte Verstappen.

Sein Urteil unterstrich das Ausmaß des Problems. Reifenverschleiß und die Performance in schnellen Kurven bleiben Bereiche, in denen Red Bull zulegen muss. Für weitere Hintergründe zur Entwicklungsrichtung des Teams beleuchtet unsere frühere Analyse zum Gewichtsverlust des Red Bull RB22, warum eine Reduzierung der Masse ein wichtiger Teil des Erholungsplans für das Auto werden könnte.

Mekies bleibt bei den Erwartungen realistisch

Mekies äußerte sich ebenso direkt zum Wettbewerbsumfeld. „Wir wissen bereits, dass sie nicht ausreichen werden, um die Lücke zu den Besten zu schließen. Wir werden etwas anderes tun müssen“, gab er zu.

Diese Vorsicht spiegelt die aktuelle Position von Red Bull wider. Mekies betonte, dass das Team zwar nicht isoliert vom Kampf sei, aber kein Auto mehr habe, das auf jeder Strecke um das Podium kämpfen könne. Monaco und Kanada waren stärkere Wochenenden, aber Barcelona verdeutlichte, wie anfällig der RB22 auf Strecken mit hoher Geschwindigkeit und hoher Belastung sein kann.

„Wir sind nicht im Niemandsland, wir sind im Kampf um die Top 4. Aber wir können nicht in jedem Rennen um das Podium kämpfen“, so Mekies.

Das Österreich-Upgrade ist nur der nächste Schritt

Das Paket für Österreich wird weitere aerodynamische Verfeinerungen und Maßnahmen zur Gewichtsreduzierung enthalten, wobei die Fabrik in Milton Keynes mit voller Kapazität arbeitet, um das Update zu liefern. Red Bull präsentiert es jedoch als Teil einer längeren Entwicklungskette und nicht als einen einzelnen, korrigierenden Durchbruch.

„Unser nächstes Paket an Neuerungen wird in Österreich eintreffen. Es wird wichtig sein. Aber wir haben keinen Zweifel daran, dass selbst wenn wir diese neuen Funktionen einführen, sie nicht ausreichen werden. Wir werden also weitere Neuerungen benötigen, um uns weiter zu verbessern“, sagte Mekies.

Für Red Bull ist Österreich daher weniger ein Neustart als vielmehr ein Messpunkt. Der RB22 benötigt mehr Leistung, Konstanz und Reifenkontrolle – und das Team weiß, dass ein einziges Upgrade nicht alle Probleme lösen wird.

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